Gewerkschaften zu WKO-Haslauer: Demonstrationen stellen Sozialpartnerschaft nicht in Frage

Auch Gewerkschaft vida ruft zur Demonstration auf

Wien (GPA-djp/GMTN/Chemie/GBH/vid) - "Berechtigte Forderungen im Rahmen von Kollektivvertragsverhandlungen öffentlich kund zu tun, heißt nicht, die sozialpartnerschaftliche Kultur in Frage zu stellen. Die Verhandler auf Arbeitgeberseite wissen genau, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Mobilisierung und Aktionen der Gewerkschaften gekommen ist, zuletzt auch in der Metallindustrie, die nicht die grundsätzliche Verhandlungsbasis gefährdet haben. Es würde auch niemand verstehen, wenn viele gesellschaftliche Gruppen, wie LehrerInnen, SchülerInnen, Milchbauern öffentlich ihre Interessen kundtun, die Beschäftigten der Privatwirtschaft dieses Recht nicht haben sollen", erklären die Vorsitzenden der Gewerkschaften, die für 13. Mai zu einer Demonstration in Wien aufrufen (GPA-djp, GMTN, Chemie, GBH, vida) zu den gestrigen Äußerungen des Chefverhandlers der Metallindustrie, Hermann Haslauer.

"Die bisherigen unzureichenden Angebote der Arbeitgeber bei den Verhandlungen zwingen uns, unsere Betriebsräte und Mitglieder zur Unterstützung unserer Forderungen bei den laufenden KV-Runden aufzurufen. Die Arbeitgeber sollten sich auch im Klaren sein, dass zu niedrige Lohn- und Gehaltsabschlüsse letztendlich auf die gesamte Volkswirtschaft durch den Rückgang der Inlandsnachfrage negativ durchschlagen würden. Gerade jetzt hängt sehr viel davon ab, dass dieser Faktor nicht weiter geschwächt wird. Es versteht auch niemand, dass Eigentümer, Aktionäre und Spitzenmanager vom erfolgreichen Jahr 2008 ungebremst profitieren und die ArbeitnehmerInnen jene sind, die Verzicht üben sollen", so die Gewerkschaften.

Inzwischen hat sich auch die Gewerkschaft vida entschlossen, für die Demonstration am 13. Mai aufzurufen, da es aktuell auch im Bereich des Tourismus und der Spediteure zu keinen Ergebnissen bei den Kollektivvertragsverhandlungen kommt.

ÖGB, 29. April 2009 Nr. 248

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