Tag der Arbeitslosen: Katholische Kirche und AK fordern wirksame Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit

Linz (OTS) - Die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich - und
besonders die Arbeitslosigkeit junger Menschen - steigt dramatisch an. Anlässlich des Tages der Arbeitslosen am 30. April fordern die Katholische Kirche und die Arbeiterkammer u.a. die rasche Umsetzung der versprochenen Ausbildungsgarantie für Jugendliche und eine Stärkung der sozialen Sicherung von Arbeitslosen. Als Zeichen der Solidarität pflanzten Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und der stv. AK-Direktor Franz Molterer, MAS, im Dompark einen Baum.

Im März hat die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent zugenommen, bei jungen Menschen sogar um 64 Prozent. Einschließlich jener, die eine Lehrstelle suchen oder sich in einer Schulungsmaßnahme befinden, sind rund 11.000 Jugendliche im Bundesland arbeitslos - das ist ein Viertel aller Betroffenen. Eine baldige Verbesserung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage ist nicht in Sicht.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Tag der Arbeitslosen machten Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz, der stv. AK-Direktor Franz Molterer, MAS, die Geschäftsführerin der Sozialplattform Mag.a Elke Weißböck und der Geschäftsführer der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung Christian Winkler auf diese bedrohliche Entwicklung aufmerksam. Eine arbeitslose Frau schilderte ihre schwierige Lage.

Jugend-Ausbildungsgesellschaft
"Die Politik, vor allem die Bundesregierung, ist gefordert, jetzt wirksame Schritte zu setzen, damit die Arbeitslosigkeit rasch reduziert wird. Darüber hinaus ist eine gerechtere Verteilung der Arbeit notwendig", sagte Diözesanbischof Dr. Schwarz. Der stv. AK-Direktor Franz Molterer, MAS, forderte die Errichtung einer Jugend-Ausbildungsge-sellschaft: "Die AK ist bereit, dafür 500.000 Euro zur Verfügung zu stellen, und ruft die anderen Sozialpartner sowie Land und Bund auf, hier mitzuziehen!- Außerdem müsste die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld unbedingt von 55 auf 75 Prozent des Nettoeinkommens angehoben werden, um die hohe Armutsgefährdung von Arbeitslosen zu bekämpfen. Zur stärkeren sozialen Sicherung gehöre auch die jährliche Inflationsanpassung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe, der Entfall der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe sowie eine Mindestsicherung.

Baum der Solidarität
Nach der Pressekonferenz setzten Diözesanbischof Dr. Schwarz und der stv. AK-Direktor Franz Molterer, MAS, gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit den Arbeitslosen, indem sie im Park neben dem Neuen Dom einen Baum pflanzten.

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