Plass / Grüne Wirtschaft: Steuerstundung als Krisenhilfe für KMUs nötig!

Vom KSV nachgewiesene Finanzierungsprobleme mit unbürokratischer, flexibler Maßnahme bekämpfen

Wien (OTS) - "Die neueste KSV-Umfrage spricht eine klare Sprache! Die Regierung muss jenem Drittel der KMUs, die jetzt aufgrund der Null-Risiko-Politik der Banken gravierende Kredit- und Finanzierungsprobleme haben, umgehend helfen", fordert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. "Kurzfristig muss die notwendige Liquidität für Überbrückungsfinanzierungen über eine unbürokratische Steuerstundung zur Verfügung gestellt werden!"

Bei den Banken gebe es derzeit eine Null-Toleranz- und Null-Risiko-Politik. Dies sei eine fatale Doppelwirkung von Finanzkrise und Basel-II, so Plass. Große Probleme gebe es deshalb speziell bei der Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsprobleme. So würden Kontokorrentkredite (Überziehungsrahmen) derzeit häufig nicht verlängert bzw. gekürzt. Auch bei Kreditversicherungen und Bankgarantien gebe es derzeit massive Schwierigkeiten.

"Eine flexible und unbürokratische Steuerstundung wäre derzeit für viele Betriebe ein dringend notwendiger Rettungsanker", meint Plass. Vorstellbar wäre, dass ein Unternehmen durch eine formlose Null-Meldung ans Finanzamt eine Stundung bei der Umsatzsteuerzahlung in Anspruch nimmt und für einen gewissen Zeitraum (z.B. 3 bis 6 Monate) die frei gewordenen Mittel indirekt als Betriebsmittelkredit zur Überwindung von Liquiditätsengpässen verwenden kann. "Mit einer Höchstgrenze pro Unternehmen und einer fairen Verzinsung von ca. 4,5% könnte man Mitnahmeeffekte vermeiden und die Kosten für den Staat vernachlässigen", so Plass abschließend.

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