Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich (SWV): SWV-Präsident Christoph Matznetter fordert passives Wahlrecht für ZuwanderInnen in der WKO

Präsentation von SWV Vize-Präsident Resul Ekrem Gönültas und seinem Programm

Wien (OTS) - Bei der heute stattgefunden Pressekonferenz präsentierte Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, seinen jüngst gewählten Vize-Präsident Resul Ekrem Gönültas. "Als Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband setzen wir uns dafür ein, dass zugewanderte Selbstständige nicht nur die gleichen Pflichten wie ihre österreichischen KollegInnen haben, sondern auch die gleichen Rechte bekommen. Konkret meine ich damit das passive Wahlrecht für ALLE Selbstständigen in der Wirtschaftskammer (WKO)", so Präsident Matznetter. Aktuell sind viele zugewanderte Selbstständige bei Wirtschaftskammerwahlen nicht passiv wahlberechtigt. Dazu Matznetter: "Es kann nicht sein, dass zugewanderte Selbstständige ihre Steuern zahlen, MitarbeiterInnen beschäftigen, wesentlich zur Wertschöpfung beitragen und auch ihre Kammerumlage leisten, aber ihre KollegInnen nicht in der WKO vertreten dürfen!"

Hier geht der SWV mit gutem Beispiel voran. "Wir haben seit Jahren zahlreiche Selbstständige mit Migrationshintergrund in Spitzenpositionen im SWV. Bestes Beispiel dafür ist Kommerzialrat Akan Keskin in Wien. Er ist nicht nur seit Jahren Vize-Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien, sondern auch Obmann der Wiener MarktfahrerInnen in der Wirtschaftskammer Wien. Und jetzt bin ich sehr froh, dass wir mit Resul Ekrem Gönültas nun auch einen jungen, engagierten Interessensvertreter gefunden haben, der vor allem in den Bundesländern arbeiten wird. Gemeinsam werden wir den Kampf um die Rechte der zugewanderten Selbstständigen aufnehmen", betont Matznetter.

Resul Ekrem Gönültas präsentierte den MedienvertreterInnen seine wesentlichsten Ziele: mehr zugewanderte InteressensvertreterInnen in allen Landeskammern der WKO, das passive Wahlrecht für ALLE UnternehmerInnen und eine stärkere Lehrlingsausbildung in den Betrieben mit Migrationshintergrund. "In Wien gibt es schon fast 30 zugewanderte InteressensvertreterInnen seitens des SWV in den div. Fachgruppen der Wirtschaftskammer. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es in Zukunft in ganz Österreich mehr MigrantInnen in den Wirtschaftskammern gibt. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband ist bereit dazu und ein verlässlicher Partner der zugewanderten Selbstständigen", so Resul Ekrem Gönültas in einer ersten Stellungnahme.

Wie Präsident Matznetter fordert auch Vize-Präsident Gönültas dass passive Wahlrecht für alle UnternehmerInnen und setzt einen starken Fokus auf ein Thema, dass den SozialdemokratInnen sehr am Herzen liegt: die Lehrlingsausbildung. "Wir, die Kleinst, Klein- und Mittelbetriebe, bilden die Lehrlinge in unserem Land aus; und das nicht nur in guten, sondern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Betriebe mit Migrationshintergrund mehr und mehr die Voraussetzungen dafür schaffen, selbst Lehrlinge auszubilden, um sie dann auch einstellen zu können. Es liegt an uns, heute die Fachkräfte und potenziellen UnternehmerInnen von Morgen auszubilden. Wir zugewanderte UnternehmerInnen in Österreich werden unseren Beitrag dazu leisten", schloss Gönültas.

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