Minister Hahn lädt Bologna-Länder zu Jubiläumskonferenz nach Wien

"Für ganz Europa gilt: Wissen schafft Arbeit"

Louvain la Neuve (OTS) - Anlässlich der in Leuven und Louvain la Neuve (Belgien) stattfindenden Konferenz jener Länder, die im Bologna-Prozess an einem gemeinsamen Hochschulraum arbeiten, hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn heute seine Einladung für die Jubiläumskonferenz im März 2010 ausgesprochen.

Elf Jahre nach der Unterzeichnung der ursprünglichen Bologna-Erklärung markiert die Konferenz am 11. und 12. März 2010 in Budapest und Wien den Abschluss der Umstellungsphase auf das dreigliedrige Studienmodell mit den Abschlüssen Bachelor, Master und PhD.

Kurz vor diesem formalen Schlussstein des Bologna-Prozesses gelte es, die kommenden Schritte ins Auge zu fassen, so Hahn. "Mehr Transparenz für die Vergleichbarkeit der Studienangebote und ihrer Qualität, die Förderung der Mobilität von Lehrenden und Studierenden und die Konzentration auf die Jobchancen der neuen Bachelor- und Master-Absolventinnen und Absolventen werden die Bologna-Idee weiterentwickeln", erklärte der Minister die nächsten Aufgaben.

Dass zahlreiche Länder aus der ganzen Welt Interesse an dem von Europa aus gestarteten Bologna-Prozess zeigen, beweise die "Richtigkeit und Wichtigkeit" der Hochschularchitektur der Zukunft, an der sich mittlerweile 46 Staaten beteiligen.

"Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz teilen die Strategie, dass Ausbildung eines der besten Rezepte gegen wirtschaftlich schwierige Zeiten darstellt. Für ganz Europa gilt:
Wissen schafft Arbeit", so Hahn.

Bachelor und Master flächendeckend in Österreich

Die in Leuven vorgestellte internationale Bewertung der Fortschritte bei der Umsetzung der Bologna-Strategie weist für Österreich eine überdurchschnittlich gute Bewertung aus. Ein Jahr vor dem Zieldatum hat Österreich sieben von zehn Kriterien abgeschlossen bzw. steht unmittelbar davor.

Österreich strebe eine flächendeckende Umsetzung der Bologna-Architektur in allen Studienfächern an, bekräftigte der Wissenschaftsminister die heimischen Pläne. In den kommenden Monaten werde das Hauptaugenmerk in der Zusammenarbeit mit den Universitäten dabei auf der Erstellung weiterer qualitätsvoller Curricula und der Ausrichtung auf die Jobaussichten vor allem des Bachelor-Abschlusses auch in neuen Berufsfeldern liegen.

"Unser Ziel ist, die Qualität dieser international anerkannten, akademischen Ausbildung in Österreich bekannt zu machen. Unternehmen sollen wissen, was sie von den Absolventinnen und Absolventen erwarten können. Studierende werden wissen, welche Möglichkeiten ihnen am Arbeitsmarkt bzw. bei der Fortsetzung ihrer Hochschulausbildung offen stehen", sagte Wissenschaftsminister Hahn.

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