Botschaft aus der Mülltonne - Gib mir den Rest!

PERNKOPF: Mülltrennung in Wohnhausanlagen muss verbessert werden!

St. Pölten (OTS) - "Abfälle zu trennen ist eine ganz persönliche Aufgabe mit Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Leider ist die Trennmoral besonders in Wohnhausanlagen rückläufig. Verstärkte Information und das Bewusstmachen persönlicher Sparpotentiale soll den negativen Kreislauf stoppen", erklärt Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Die meisten niederösterreichischen Wohnhausanlagen haben 1.100 Liter große "Schatzkisten" in ihren Müllräumen stehen -Restmüllcontainer, deren Inhalt bis zu einem Drittel des Volumens verwertbar wäre: Glas, Papier, Kunststoffflaschen, Metalle, Lebensmittel und manches mehr... Bei einer prominent besetzten Veranstaltung in Schwechat stand die Mülltrennung in Wohnhausanlagen im Mittelpunkt des Interesses der zahlreichen Anwesenden!

Abfallverband Schwechat informiert in Wohnhausanlagen

Das Team des Abfallverbandes Schwechat setzt einen Informations-und Beratungsschwerpunkt in allen 15 Gemeinden. Dabei wird jeweils eine Wohnhaus-anlage pro Gemeinde ausgewählt. Es findet vor den anwesenden BewohnerInnen eine Schaumüllsortierung statt, und dabei werden zwanglose Gespräche, die natürlich auch Mülltrennung und Abfallvermeidung zum Inhalt haben, geführt. "Gib mir den Rest - alles andere ist wertvoll und teuer!" lautet das Motto des Veranstaltungsreigens. Sowohl Verbandsobmann Vize-Bgm. Gerhard Frauenberger als auch Geschäftsführer Jürgen Maschl und Abfallberaterin DI Monika Kirchmeyer sind bei allen Terminen dabei.

So auch bei einer Veranstaltung in der Schwechater Gladbeckstraße, wo sich zusätzlich noch zahlreiche Ehrengäste unter das Publikum mischten. Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf, RegR Alfred Weidlich, Präsident des NÖ Abfallwirtschaftsvereins, Schwechats Bürgermeister NR Hannes Fazekas und DI Felicitas Schneider von der Universität für Bodenkultur (BOKU) trafen sich mit Verbandsobmann Vize-Bgm. Gerhard Frauenberger zu einer Podiumsdiskussion über "Perspektiven zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen aus Wohnhausanlagen".

Wer will, der kann!

In durchschnittlichen Handelsgeschäften liegen mehrere tausend verschiedene Artikel in den Regalen. Zielstrebig wählen mündige KonsumentInnen aus immer mehr Angebot ihren Einkauf aus. Die richtige Trennung der nach Gebrauch oder Verbrauch verbleibenden Abfälle wird aber offensichtlich immer schwieriger - obwohl es bei den aufgestellten Mülltonnen in Niederösterreich maximal sechs bis sieben Möglichkeiten gibt. Wer sich da statt für ALTPAPIER, ALTGLAS, BIOTONNE etc. unnötigerweise zu schnell und zu oft für die Restmülltonne entscheidet, hat im wahrsten Sinne des Wortes "verloren"!

Mülltrennung ist sinnvoll und wirtschaftlich

Entgegen hin und wieder auftauchenden Vermutungen werden getrennte Abfälle in Niederösterreich bei der Entsorgung nicht wieder "zusammengeworfen". So sind etwa getrennt gesammeltes Papier, Metalle und auch Kunststoffflaschen qualitativ hochwertige Rohstoffe, die von der Industrie wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Auch die Verwertung von Bioabfällen zu Kompost oder Biogas ist Teil eines funktionierenden Kreislaufes.

Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, wo jeder Euro gebraucht wird, lohnt es sich, die positiven Auswirkungen einer funktionierenden Mülltrennung nachzurechnen. Die vom Abfallverband Schwechat bis jetzt untersuchten Wohnhausanlagen könnten pro Haushalt und Jahr 72 Euro alleine durch die korrekte Mülltrennung sparen:
"Rechnet man hier noch die 210 Euro dazu, die jeder NÖ Wohnhausanlagen-Haushalt für in den Müll geworfene Lebensmittel aufwendet, kommt man auf ein beachtliches Sparpotenzial von gut 280 Euro pro Wohnung und Jahr!" sagt RegR Alfred Weidlich, Präsident des NÖ Abfallwirtschaftsvereins.

Weitere Infos auf www.abfallverband.at

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Mag. Christian Beck
NÖ Abfallwirtschaftsverein
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E-Mail: office@noeawv.at

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