Salzburger Intendantensuche: Welser-Möst warnt vor Lissner.

Wien (OTS) - In die Suche nach dem nächsten Salzburger Festspielintendanten kommt Bewegung. Das berichtet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Ganz am Ende der Findungsprozedur brachte
Bayreuths Festspielintendantin Eva Wagner-Pasquier überraschend den Namen Stephane Lissner ins Geschehen. Der 55-jährige Franzose, ehemals Intendant der Festspiele von Aix-en-Provence, jetzt Leiter der Mailänder Scala und Musikdirektor der Wiener Festwochen, will laut NEWS-Information den Dirigenten Daniel Barenboim eng an Salzburg binden und gilt als einer der Spitzenkandidaten.

Gegen die Option Lissner wendet sich nun in NEWS der designierte Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst: "Ich kenne ihn nicht persönlich, höre aber zu meinem Erstaunen, dass er nach Jahren als Musikdirektor der Wiener Festwochen kein Deutsch spricht. Ansonsten kann ich nur seine Arbeit beurteilen: Ich finde das Musikprogramm der Festwochen im Vergleich zu dem, was sein Vorgänger Hans Landesmann geleistet hat, eher kärglich. Und was man die letzten Jahre von der Scala hört und von Aix mitverfolgt hat, ist nicht sehr überzeugend. Dass er Barenboim in Salzburg ans Pult holen will, halte ich für ein seltsames Argument: Meines Wissens hat Barenboim in Salzburg einen wunderschönen ,Onegin’ dirigiert, gastiert heuer mit Konzerten und pflegt schon jetzt eine regelmäßige Beziehung zu den Festspielen. Wozu braucht man da Lissner?"

Welser-Möst selbst steht für Salzburg in keiner Konstellation zur Verfügung: "Ich habe genug Arbeit, würde mich aber über eine Zusammenarbeit zwischen Festspielen und Staatsoper freuen." Der neue Intendant muss ein erprobter Fachmann sein, "mit unbedingtem Qualitätsanspruch und von keinem Hype zu blenden."

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