ÖGKV: Erster Punkt zur Bewältigung des sozialen Auftrages in der Langzeitpflege erledigt

Bund übernimmt unbefristet Pensionsversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige ab Pflegestufe drei

Wien (OTS) - Pflegebedürftig zu werden ist ein tiefer Einschnitt
in das Leben der Menschen. Nicht nur der unmittelbar Betroffene, sondern die gesamte Familie ist plötzlich von einem Augenblick zum anderen mit einer Fülle an Problemen konfrontiert, wenn Pflege und Betreuung Rund-um-die-Uhr nötig ist.

In dieser Situation entscheiden sich viele Angehörige von Pflegebedürftigen dafür, den eigenen Beruf aufzugeben - oft sind es Frauen, die diesen Weg wählen - Beiträge zur eigenen Pensionsversicherung können dann nicht erworben werden.
"Der gestrige Beschluss des Ministerrates, Pensionsversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige ab Pflegestufe drei unbefristet zu übernehmen, stellt einen wichtigen Schritt in der Erhaltung der Ressource Familie in der Langzeitpflege dar" meint die Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) Ursula Frohner.

Flankierend dazu müsste aber Beratung durch die Fachpflege bundesweit finanziert werden, um bedarfsgerechte Pflege zur Verfügung stellen zu können.

Ebenso wäre es hoch an der Zeit die Pflegegeldeinstufung endlich in die Hände der Fachpflege zugeben.

Ein immer größeres Problem ist es, junge Menschen zu finden, die den schweren Beruf der Pflege ergreifen möchten.

Der Idee Pflege als Lehrberuf, also wie ein Handwerk auszubilden, kann Präsidentin Frohner nichts abgewinnen.

Jeder Augenblick von Pflegebedürftigen ist geprägt von einer neuen Situation; kein Verlauf einer medizinischen Therapie gleicht der anderen. Pflegefachleute sorgen dafür, dass jederzeit die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden. Gleichzeitig sind sie die engsten Begleiter und Begleiterinnen der Menschen in dieser schwierigen Situation.

Dies erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl und Fachkompetenz die einen jungen Menschen von etwa 15 Jahren, der noch sehr mit seiner persönlichen Entwicklung beschäftigt ist, schlichtweg überfordert.

Die möglichst optimale, individuell angepasste Lösung für Pflegebedürftige und deren Angehörige zur Bewältigung des Alltags zu finden, gehört in die Hände der Fachpflege.

Sie haben jene patientennahe, zentrale Position im Gesundheitswesen und die Kompetenz um die sozialen Aufgaben bedarfsgerecht für die Menschen im Langzeitpflegebereich zu lösen.

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Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
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