FP-Matiasek: Opferschutz muss endlich ausgebaut werden

Wien, 29.04.2009 (fpd) - Ältere Menschen werden in zunehmendem Maße Opfer krimineller Handlungen. Wohnungseinbrüche, Betrug "an der Haustür", Trickdiebstahl, Diebstahl oder Raub im Anschluss an eine Bankbehebung machen den betroffenen Personen schwer zu schaffen. Grobe körperliche Übergriffe auf betagte Menschen führen oft zu bleibenden gesundheitlichen Schäden und einer massiven Einschränkung der Mobilität, so die Gemeinderätin der FPÖ-Wien, LAbg. Veronika Matiasek.

Auch die psychische Komponente spielt eine große Rolle. Viele der Betroffenen sind mit ihrem Schicksal völlig allein gelassen. Aus Angst, das Erlebte noch einmal durchgehen zu müssen, verzichten die Menschen sogar oft auf eine polizeiliche Anzeige. Nach Delikten, die im öffentlichen Raum passiert sind, fürchten sich die Menschen selbst bei Tag, ihre Wohnung zu verlassen und vermeiden zunehmend den Kontakt nach außen. Es ist erwiesen, dass gerade die Bewältigung der alltäglichen Pflichten und Wege, eingebunden in das vertraute Umfeld, für alte Menschen äußerst wichtig ist. Diese Isolation macht krank, so Matiasek.

Opfer eines Verbrechens zu werden, ist immer ein traumatisches Erlebnis und sollte mit professioneller Hilfe aufgearbeitet werden können. Für ältere Menschen ist der Schritt zu einer solchen Hilfe aufgrund ihrer Lebenssituation sehr schwierig bis unmöglich.
Es gibt in Wien eine große Palette von Angeboten an Beratung, Betreuung und Hilfe für Senioren. Einrichtungen, die Opfern von Verbrechern Rat, Hilfe und die notwendige Therapie "danach" anbietet, um den Menschen den Schritt in ein "normales" Leben wieder möglich zu machen, gibt es nicht.
Da die Betroffenen meist nicht in der Lage sind, eine entsprechende Einrichtung aufzusuchen, wäre hier vor allem die aufsuchende Betreuung der Menschen in ihren eigenen vier Wänden anzustreben.

Die SPÖ in Wien hat das Sicherheitsdebakel mit verursacht und muss daher sofort in Absprache mit dem Innenministerium für den raschen Ausbau eines umfassenden Opferschutzprogrammes sorgen. Die FPÖ bringt daher einen Beschlussantrag im Wiener Gemeinderat ein und fordert darin die zuständige Stadträtin für Gesundheit und Soziales auf, entsprechende Maßnahmen für die Einrichtung einer aufsuchenden Beratungs- und Betreuungsstelle für Senioren, die Opfer krimineller Handlungen geworden sind. (Schluss)paw

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