AK Test Reiseversicherungen: Schutz vor Pannen im Urlaub nicht außer Acht lassen! 1

Wien (OTS) - Sicher ist sicher - denn leider ist man auch in der schönsten Zeit im Jahr vor Pannen nicht gefeit. "Prüfen Sie bei der Urlaubsplanung, ob ein Reiseschutz nicht etwa bereits durch bestehende Versicherungen oder Kreditkarten abgedeckt ist", rät AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Heuer sind die Prämien bei einigen Reiseversicherungen teurer geworden, die Leistungen zumeist gleich geblieben. Das zeigt der jährliche AK Test bei 16 Anbietern.

Klassische Reiseversicherungen bieten umfassenden Schutz - vom einmaligen Reiseschutz bis hin zum Jahres-Reiseschutz für verschiedene Risiken wie Storno oder Reisegepäck. Die Anbieter haben im Großen und Ganzen ähnliche Produkte. So zahlt etwa die Europäische Reiseversicherung bei einer dauernden Invalidität ab 50 Prozent 40.000, Mondial Assistance bis zu 30.000 Euro. Etwas teurer geworden ist heuer die Prämie (plus zwei Prozent) des Mondial Asisstance Reiseschutzes mit Storno Classic.

Der Versicherungsschutz bei Kreditkarten ist meist nicht so umfangreich und von Kreditkarte zu Kreditkarte an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Beispielsweise muss die Kreditkarte in den letzten zwei oder drei Monaten vor Reiseantritt benutzt worden sein. "Unfallfolgen sind weit höher abgesichert als bei klassischen Reiseversicherungen", sagt Delapina. Bei PayLife Gold MasterCard und Gold Visa ist heuer die Karten-Jahresgebühr um knapp neun Prozent gestiegen (von 54,50 auf 59,20 Euro).

Die Mitgliedsangebote der Autofahrerclubs bieten begrenzten Schutz und enthalten unter anderem etwa eine Auslandskranken- oder Krankenrücktransportversicherung. Sie bieten zusätzliche fahrzeugbezogene Leistungen, zum Beispiel Abschleppdienst in Österreich und aus dem Ausland. Für ÖAMTC-Schutzbrief und ARBÖ-Sicherheitspass heißt es im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent mehr draufzahlen.

"Reiseveranstalter bieten oft zur Buchung Versicherungen an, die in der Regel von spezialisierten Reiseversicherungsgesellschaften zusammengestellt werden, etwa der Europäischen Reiseversicherung", weiß Delapina. Meist werden Stornokosten der Pauschalreiseanbieter bis zu 100 Prozent übernommen. Bei Gulet (Reiseschutz), Neckermann und TUI wird im Schadensfall eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro pro Person verrechnet, maximal 50 Euro pro Buchung. Einige Anbieter haben ihren Reiseschutz verteuert (plus neun bis 20 Prozent).

Die Internationale Flugrettung ist auf Rettungsflüge mit laufender medizinischer Überwachung spezialisiert. Eine Jahresmitgliedschaft ist Voraussetzung für die Leistung (Vorteilscard für ein Jahr plus 87 Prozent zu 2008: von 45 auf 84 Euro - das Leistungsangebot wurde erweitert, etwa um einen medizinischen Dienst rund um die Uhr).

Die AK hat die gängigsten Reiseversicherungsangebote erhoben: bei vier Kreditkartenfirmen (American Express, Diners, PayLife, Visa), drei Versicherern (Europäische Reiseversicherung, Mondial Assistance, Wr. Städtische), sechs Veranstaltern (Its Billa, Gulet, TUI, Neckermann, Jahn, 1-2-Fly), Internationaler Flugrettung, ARBÖ, ÖAMTC.

(Forts.)

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