"KURIER"-Kommentar von Andrea Hodoschek: "Eine Frage des Wertes"

Top-Manager sollen gut bezahlt werden, "Pfeifen" gehören gefeuert.

Wien (OTS) - Ist ein Manager das hundertfache Einkommen eines Mitarbeiters wert? Auch wenn die Populisten aus allen ideologischen Lagern aufschreien und die pseudo-moralische Keule schwingen - ja, ein Manager kann so viel wert sein. Wenn er sehr erfolgreich ist, ein Unternehmen in die Höhe bringt, Arbeitsplätze schafft und sichert. Keinen Cent wert ist ein Manager, der versagt. Darum erübrigt sich auch die Diskussion über die Begrenzung von Managergehältern. Die in Österreich heftig geforderte Einführung von Obergrenzen für Unternehmen im staatsnahen Bereich würde lediglich zu einer negativen Auslese führen. Warum soll ein Spitzenmann weniger verdienen als in der Privatwirtschaft, nur weil der Staat Eigentümer ist? Wohlgemerkt, es geht hier um Top-Leute, nicht um Politgünstlinge, die in Vorstandsetagen ohnehin nichts verloren haben.
Eines gehört allerdings endlich geändert. Es muss möglich sein, schlechte Manager sofort zu feuern, ohne ihnen noch gutes Geld nachzuwerfen. Immer noch steht Managern auch bei Erfolglosigkeit vertraglich eine Abfertigung zu. Es sind die Aufsichtsräte, die den Managern solche Verträge geben. Und die Aufsichtsräte sind selbst meist Manager, die von ihren Aufsichtsräten wiederum die feinen Verträge bekommen ...

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