Jahrhundertprojekt Katschbergtunnel fertig gestellt

LH Dörfler: Mit zweiter Röhre staufrei und sicher nach Kärnten - Enorme wirtschaftliche Aufwertung Kärntens

Klagenfurt (LPD) - Nach vierjähriger Bauzeit und genau zehn Jahre nach der Horror-Karambolage von 1999, bei der zwölf Menschen ihr Leben lassen mussten, wird das Jahrhundertprojekt Katschbergtunnel am kommenden Donnerstag, als modernes, zweiröhriges Tunnelsystem in Betrieb genommen. "Der Vollausbau dieses Tunnels ist verkehrspolitisch nicht nur Österreichweit sondern auch international von Bedeutung", betonte heute, Dienstag, Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Das Bundesland Kärnten erwartet sich durch den Vollausbau vor allem wirtschaftliche und touristische Impulse. Zudem sorgt der Vollausbau für eine bessere Erreichbarkeit Kärntens und damit für eine volle Anbindung an den Süddeutschen Raum. Besonders stolz ist der Landeshauptmann auf die Durchführung dieses Jahrhundertprojektes, anbetracht der vielen politischen Widerstände. "Die zweite Katschbergröhre ist die Ader für die Wirtschaft Kärntens. Kärnten baut statt Kärnten staut", so Dörfler.

Stolz ist Dörfler auch auf die Umweltentlastungsmaßnahmen. Umfassende Lärmschutzmaßnahmen schonen Umwelt und Anrainer. Ingesamt wurden rund 70.000 Quadratmeter an Lärmschutzwänden errichtet. Auf der Einhausung Trebesing ist sogar ein Spielplatz entstanden. "Blockabfertigung, kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten gehören ab Donnerstag der Vergangenheit an. Kärnten wird attraktiver denn je", unterstrich Dörfler.

Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet das nachhaltig wirksamste Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren. "Beim Bau wurde den modernsten Sicherheitsstandards entsprochen", unterstrich Dörfler. Mit dem zweiröhrigen Ausbau des Katschbergtunnels wurde insbesondere die Möglichkeit zur Selbstrettung und Hilfeleistung im Anlassfall optimiert. Denn nun stehen insgesamt 22 Querverbindungen zwischen den beiden Tunnelröhren zur Verfügung, was einen maximalen Fluchtwegabstand von weniger als 300 Meter ergibt. Im Tunnel wurden auch Notrufnischen errichtet, von denen ein Notruf zur Überwachungszentrale abgesetzt bzw. mittels Warnknöpfen ein Brand oder sonstiger Schadensfall gemeldet werden kann. Der Feuerwehr steht über die gesamte Tunnellänge mit einem maximalen Abstand von 150 Meter ein durchgängiges Hydrantensystem für die Löschwasserentnahme zur Verfügung. "Der voll ausgebaute Katschbergtunnel gehört nunmehr zu den sichersten Tunnels in Europa", so der Landeshauptmann. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0002