Bundespräsident Dr. Heinz Fischer: Syrien und Europa haben jeweils Erwartungen aneinander

Wien (OTS) - Am 2. Tag des Besuches des syrischen
Staatspräsidenten Assad stand am Vormittag ein österreichisch-syrisches Wirtschaftsforum unter dem Vorsitz von Präsident Leitl auf der Tagesordnung.

In seiner Eröffnungsrede vor dem Wirtschaftsforum sagte Bundespräsident Fischer, dass Syrien Erwartungen an Europa habe, nämlich eine verstärkte politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit und dass Europa Erwartungen an Syrien habe, nämlich dass Syrien seinen Einfluss in der Region ausübe, um auf friedliche Problemlösungen hinzuarbeiten und auch auf den Iran einen mäßigenden Einfluss auszuüben mit dem Ziel, auf die Vorschläge der internationalen Gemeinschaft und auf die Beschlüsse des Sicherheitsrates konstruktiv einzugehen.

Das Wirtschaftsforum unterstreiche das große Interesse von Syrien und Österreich, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen künftig weiter auszubauen, sagte der Bundespräsident.

Der Warenaustausch zwischen Syrien und Österreich habe im vergangenen Jahr ein Volumen von ca. 170 Millionen Euro erreicht und sei weiter ausbaufähig.

Österreich verfolge mit großem Interesse die syrischen Bemühungen, weitere Reformen voranzutreiben, sagte der Bundespräsident und fügte hinzu, dass mit der Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens zwischen der Europäischen Union und Syrien die Basis für neue Impulse im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit gelegt werden soll.

Als besonders geeignete Bereiche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Syrien nannte der Bundespräsident den Ausbau der Infrastruktur, den Umweltschutz, den Gesundheitsbereich und die Förderung alternativer Energiequellen. In allen diesen Bereichen verfügen österreichische Unternehmungen über ein international anerkanntes Know-How.

Der Besuch des syrischen Staatspräsidenten wurde heute Mittag mit einem Gespräch mit dem Bundeskanzler fortgesetzt. Am gestrigen Abend hatte der Bundespräsident mit dem syrischen Präsidenten auch Fragen der Menschenrechte in Syrien, die Situation im Irak und die Lage der Kurden in der Region besprochen.

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