VP-Hoch: Für die Jugend nur das Beste!

Betriebliche Lehrausbildung forcieren

Wien (VP-Klub) - "Wir benötigen eine Neubewertung der von der Bundesregierung beschlossenen Förderpakete für Lehrlinge, um die Passgenauigkeit zu sichern", forderte der Landesgeschäftsführer des ÖAAB Wien, LAbg. Alfred Hoch, in seiner heutigen Pressekonferenz.

Dabei soll es besonders um die konsequente Förderung und Qualitätssicherung der Ausbildung gehen, die der Jugend versprochen wurde und wird. "Es muss alles versucht werden, die Anzahl der betrieblichen Lehrplätze zu vermehren und dafür zu sorgen, dass Jugendliche, die über einen Lehrplatz verfügen, diesen auch behalten. Dazu werden dringend Mentoren benötigt, die sofort eingreifen können, wenn es zu Problemen zwischen Ausbilder und Auszubildenden kommt", so Hoch.

Bonus für zusätzliche Lehrlinge gefordert

Förderungen für Betriebe zu vergeben, die einen Ausbildungsplatz anbieten, müsste Priorität haben. Die Aufnahme zusätzlicher Lehrlinge sei zu forcieren. "Viele KMU sehen zusätzliche Lehrlinge als einen Zeitaufwand, der ihnen nicht entgolten wird. Daher muss schnell wieder ein monetärer Anreiz (Anm.: "Betreuungsbonus") für Betriebe geschaffen werden, die bereit sind, Jugendliche zusätzlich auszubilden", fordert Hoch. Bis Jahresmitte müssen sich die Sozialpartner auf eine Form der Kontrolle der erfolgreichen Teilnahme an der Lehre durch einen qualitätsbezogenen Ausbildungsnachweis (Ausbildungsdokumentation und Praxistest zur Mitte der Lehrzeit) einigen. Hoch stellt sich vor, dass in einer Anlaufphase sehr viele Möglichkeiten für die Feststellung der Ausbildungsleistung ermöglicht werden. Vor allem soll zu zeitgemäßen Formen der EDV-gestützten Portfoliostrategie gegriffen werden.

"Die Eingangsqualifikation der Jugendlichen in die Lehre ist bekanntlich vielfach unbefriedigend." Hoch empfiehlt diesbezüglich eine Intensivierung der Bildungs- und Berufsinformation in Schulen und die Sicherstellung der Berufsausbildungsreife durch individuelle Förderprogramme in Schulen und entsprechenden Organisationen. "Dabei ist besonderer Wert auf die Soft-Skills zu legen", so Hoch weiter.

Einsatz für besseres Image

Hoch möchte Politiker als Multiplikatoren des positiven Lehrlingsimages gewinnen. Er kritisiert AK-Präsident Tumpel, der kürzlich vor FSG-Jugendlichen eine Breitseite gegen alle ausbildenden Unternehmen gefahren und ihnen generell den Missbrauch Jugendlicher vorgeworfen hat. "Der Präsident soll sich dafür einsetzen, dass sich das gesellschaftliche Image der Lehrlinge bessert und nicht in klassenkämpferischer Manier diskutieren", so Hoch abschließend.

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