VSStÖ: Soziale Dimension von Bologna zu wenig berücksichtigt

Springen Sie über ihren Schatten, Minister Hahn

Wien (SK) - Die Umstellung auf die Bologna-Studienarchitektur nähmen die Universitäten als Ausrede, die österreichischen Hochschulen mehr und mehr zu verschulen und die Curricula studierendenfeindlich zu gestalten. "Der Bologna-Prozess sieht weder die Verminderung der freien Wahlfächer, noch Zugangsbeschränkungen zwischen Bachelor und Master vor", kritisiert Sophie Wollner, Spitzenkandidatin des VSStÖ. ****

Vorgesehen sei aber die Berücksichtigung der 'Social Dimension':
"Die soziale Dimension wird momentan viel zu wenig berücksichtigt, das Stipendiensystem ist löchrig und viele Menschen werden durch direkte oder indirekte Zugangsbeschränkungen vom Studium ausgeschlossen", meint Wollner am Dienstag.

Denn gerade das dreigliedrige System Bachelor-Master-PhD verstärke die soziale Selektion an den Universitäten enorm. "Gerade strukturell benachteiligten Gruppen wird eine weitere Hürde in den Weg gelegt. Frauen, Studierende mit Migrationshintergrund oder Menschen mit finanziell weniger starkem Hintergrund brechen bei Einschnitten ihr Studium ab und hängen kein weiterführendes Studium an", erklärt Wollner und fordert: "Minister Hahn soll über seinen Schatten springen und sich für einen sozial ausgeglichenen Hochschulzugang einsetzen".

Eines der Hauptziele von Bologna - eine verstärkte Mobilität zwischen den europäischen Universitäten - werde häufig vergessen: "Es ist schon in Österreich schwer möglich, zwischen den Hochschulen zu wechseln und sich Lehrveranstaltungen anzurechnen, hier muss angesetzt und Wechsel zwischen den Einrichtungen müssen erleichtert werden", so Wollner abschließend. (Schluss) mb/mp

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