ÖAAB-Tamandl: Tumpel will Mittelstand massiv belasten

ÖAAB Wien sagt "Nein" zu neuen Steuern

Wien (ÖAAB Wien) - "Die Vermögenssteuer wirkt gegen den Aufbau von Vermögen, und somit gegen die Bildung von vernünftigen Lebensgrundlagen. In Österreich fördern wir seit Jahrzehnten mit unglaublichen Mitteln die Schaffung von Eigenheimen und jetzt wollen wir das besteuern und abstrafen", fragt sich Gabriele Tamandl, Steuerexpertin und Spitzenkandidatin der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter bei den Wiener Arbeiterkammer Wahlen, zu den heutigen Wortmeldungen von AK-Präsident Tumpel.

Tumpel wolle die Arbeitnehmer/-innen gleich dreifach belasten: Das erste Mal mit der Einkommenssteuer, dann mit der Vermögenszuwachssteuer dafür, dass man mit Vermögen vernünftig umgehe und gleich anschließend mit der Vermögenssteuer noch einmal dafür, dass man überhaupt ein Vermögen habe. "Will Tumpel mit dieser Maßnahme die Förderung einer Konsumgesellschaft bezwecken und sich gegen jedes nachhaltige Wirtschaften stellen?", so ÖAAB-Tamandl weiter. Gerade in der derzeitigen Lage sei Eigentum wie eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus, die beste Pensionsversicherung, wie auch diversen aktuellen Zeitungsmeldungen zu entnehmen sei. "Wenn man Vermögen und Vermögenszuwachs in Österreich besteuern will, wird man erreichen, dass der Mittelstand errodiert und es zu einer weiteren Polarisierung zwischen Arm und Reich kommt. Denn die Reichen werden ihr Geld aus Österreich abziehen und zu schützen wissen, aber die Häuselbauer, Sparer und Aufsteiger werden für ihre Anstrengungen abgestraft", befürchtet Tamandl.

Eine Finanztransaktionssteuer bringe nur europaweit etwas. "Wenn wir Finanztransaktionen nur in Österreich besteuern, wird das zu einer Kapitalflucht führen und den Finanzstandort Österreich schädigen und im Endeffekt zu einem geringeren Steueraufkommen führen", so Tamandl.

"Wieder einmal zeigt sich, dass FSG-Tumpel nur auf Zurufe reagiere, anstatt sich um die Kernaufgaben der Arbeiterkammer zu kümmern", regiert Gaby Tamandl weiter auf den Angriff Tumpels auf den Mittelstand.

Auch von Steuern für Privatstiftungen halte sie nichts, so Tamandl:
"Wenn man bedenkt, dass Unternehmungen in Österreich, die im Eigentum von Privatstiftungen sind, 400.000 Arbeitsplätze erhalten, sollten wir nicht einmal in der Krise daran denken diesen Teil der "Unternehmen" noch zu belasten. Diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind dem Herrn Präsidenten scheinbar völlig egal. Die Unternehmungen selber haben - so wie jedes andere Unternehmen auch -Körperschaftsteuer in voller Höhe zu leisten", führt ÖAAB-Tamandl aus. Zu den Forderung nach neuen Steuern bleibe also wieder einmal nur zu sagen: "Schuster blieb bei Deinen Leisten!", schließt Gabriele Tamandl.

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