ÖAMTC-Touristik: Tempolimits auf Europas Straßen sind uneinheitlich (Teil 3, + Grafik)

Auf Norwegens Autobahnen nur 90 km/h, 110 km/h großteils in Schweden, in vielen Ländern sind 120 km/h auf Autobahnen vorgeschrieben

Wien (OTS) - "Deutschland ist mit seinem empfohlenen Richtwert von Tempo 130 auf Autobahnen das einzige Land Europas ohne generelles Tempolimit im hochrangigen Straßennetz", erklärt Silvie Bergant. Die ÖAMTC-Touristikexpertin hat europaweit die Tempolimits recherchiert und weiß um die Geschwindigkeitsbeschränkungen und anfallenden Kosten bei Überschreitungen. "In Norwegen beispielsweise sind bei Überscheitungen Mindeststrafen von knapp 400 Euro Usus", warnt die ÖAMTC-Expertin vor mitunter kostspieliger Unwissenheit.

Norwegen ist überhaupt der Europameister in Sachen "Langsamfahren" und "hohe Strafen". Hier darf man maximal mit 90 km/h unterwegs sein, die Ausnahme sind zwei ostnorwegische Strecken - dort sind 100 km/h der Grenzwert. In Skandinavien gilt fast überall das Motto "Runter vom Gas". So darf in Schweden höchstens Tempo 110 bis 120 gefahren werden, je nach Beschilderung. Auch in Finnland muss man auf 120 km/h herunterbremsen. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Belgien, Irland, den Niederlanden, Portugal, Schweiz, Serbien und der Türkei darf man mit maximal 120 km/h auf den Autobahnen unterwegs sein. "Eine Überschreitung der Geschwindigkeitsbeschränkung in der Schweiz kann mit 110 Euro Strafe schon sehr teuer kommen", weiß die ÖAMTC-Touristikerin.

Auf den europäischen Freilandstraßen gibt es auch viel Uneinheitlichkeit

"Aber auch abseits von den europäischen Autobahnen sind Infos über landesspezifische Verkehrsbestimmungen schonend für's Urlaubsbudget", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. So sind in beliebten Urlaubsländern wie etwa Italien, Kroatien, Frankreich, Slowenien oder Spanien nur 90 km/h auf Freilandstraßen erlaubt. In Italien wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit mindestens 155 Euro Strafe geahndet. In der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark und Norwegen darf außerorts überhaupt nur 80 km/h gefahren werden, in Finnland je nach Beschilderung entweder 70 oder 80 km/h.

Auch im Ortsgebiet sind Tempolimits nicht mit unseren vergleichbar

Selbst im Ortsgebiet gibt es europaweit Unterschiede: Es gilt zwar weitgehend Tempo 50, in Serbien, Russland und der Ukraine darf man jedoch sogar 60 km/h fahren. In Polen ist die Höchstgeschwindigkeit innerhalb des Ortsgebietes zeitabhängig: Von 5 bis 23 Uhr muss man sich an die 50er-Beschränkung halten, von 23 bis 5 Uhr darf man aber 60 km/h fahren.

Neben den regulären Tempolimits müssen auch zusätzliche Bestimmungen beachtet werden. So gelten für Führerscheinneulinge oft eigene Bestimmungen. In Italien dürfen beispielsweise alle Führerscheinneulinge der Kategorie B innerhalb der ersten drei Jahre nach Ausstellung des Führerscheins auf Autobahnen nur 100 km/h statt 130 km/h und auf Schnellstraßen nur 90 km/h statt 110 km/h fahren.

Damit es keine Überraschungen bei Fahrten im Ausland gibt, rät die Clubexpertin, sich vor Reiseantritt über alle Länder, die mit dem Auto bereist werden, zu erkundigen. Auf der Homepage des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/reise sind alle Tempolimits in den europäischen Ländern gelistet, in einer Grafik kann man sich den nötigen Überblick verschaffen.

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