GRAS: Bologna hat alle Chancen verspielt

Bologna verschlechtert Situation der StudentInnen, Studien immer verschulter

Wien (OTS) - Die GRAS kritisiert die Umsetzung der Bologna Richtlinien in Österreich. "Es ist eine reife Leistung des Wissenschaftsministeriums, vom Ziel eines gemeinsamen Hochschulraumes zur Verhinderung von Studienwechsel innerhalb von Österreich zu kommen", kritisiert GRAS-Spitzenkandidatin Sigrid Maurer.

Etliche Studienpläne haben sich durch die Umstellung auf das Bachelor/Master-System massiv verschlechtert. "Viele Unis haben die Umstellung aufgrund finanzieller Probleme zum Anlass genommen, das Lehrangebot zu verringern und die Studien immer stärker zu verschulen", so Maurer. Im Zuge des Umstellungsprozesses sollen nun auch noch Rankings als Mittel der Qualitätssicherung eingeführt werden. Dazu Maurer: "Rankings sichern keine Qualität und führen im Gegensatz zu vorgesehener Kooperation zu einem beinharten Wettkampf zwischen den Hochschulen. Die Universitäten jagen nur mehr nach nichtssagenden Zahlen, die Qualität der Lehre und die StudentInnen bleiben dabei auf der Strecke."

Bei der MinisterInnenkonferenz, die heute und morgen in Leuven/Belgien stattfindet, geht es genau darum, die Einführung von Rankings zu verhindern. Maurer: "Rankings sind ein weiterer Schritt auf der neoliberalen Agenda der EU-Kommission, die zur totalen Verwirtschaftlichung von Bildung führt."

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