AvW Bilanz 2008 im Zeichen des Kriminalfalls und der Finanzkrise

Wien (OTS) -

  • Wesentliche Kennzahlen markant gesunken
  • Aufklärung des Kriminalfalls durch Staatsanwaltschaft und FMA läuft
  • Vorstandswechsel und Weiterentwicklung des Portfolios

Die AvW Invest AG mit Sitz in Krumpendorf hat 2008 nach neun sehr erfolgreichen Monaten ab Oktober unter den Folgen mutmaßlich krimineller Handlungen eines Ex-Mitarbeiters schwer gelitten, gegen den unverzüglich rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise ergab sich damit eine insgesamt sehr schwierige Situation für das Unternehmen. All dies schlug massiv auf die Ergebnisse des Gesamt-Geschäftsjahres durch.

Weitgehend stabil zeigte sich die Betriebsleistung, die von 19,0 Mio. Euro auf 17,7 Mio. Euro zurückging. Das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) dreht von plus 16,5 Mio. Euro im Jahr 2007 auf minus 17,5 Mio. Euro. Parallel dazu musste ein Nettoverlust von 17,2 Mio. Euro hingenommen werden, nachdem 2007 noch ein Nettogewinn von 13,0 Mio. Euro verzeichnet werden konnte. Der Bilanzgewinn sank von 24,7 Mio. Euro im Jahr zuvor auf 3,9 Mio. Euro, die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber 2008 um 63% bzw. von 74,5 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro. Eine Dividende wird für 2008 nicht ausgeschüttet.

Die Zahlen im Überblick

2008 2007 Betriebsleistung 17,748 19,018 Betriebliche Aufwendungen 19,126 7,626 Betriebserfolg -1,377 11,393 Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit(EGT) -17,534 16,468 Nettoergebnis -17,219 13,003 Gewinnvortrag 21,116 11,725 Bilanzgewinn 3,897 24,729 Bilanzsumme 27,221 74,492 Eigenkapital 18,479 57,075 Eigenkapitalquote 67,88% 76,62% Mitarbeiter 13 283* *inkl. freie Mitarbeiter/Finanzpartner

Diese Zahlen spiegeln einerseits die überaus schwierige Situation auf den Finanzmärkten wider, auf welchen sich die AvW Invest AG mit ihrem Beteiligungsportfolio bewegt; sie stehen andererseits ganz im Zeichen der Auswirkungen der unautorisierten, zum Schaden des Unternehmens durchgeführten mutmaßlichen Geschäftsaktivitäten des Ex-Mitarbeiters.

Vorstandvorsitzender Dr. Wolfgang Auer von Welsbach: "Das gesamte Unternehmen - Management, Mitarbeiter, Partner - und vor allem unsere Anleger waren ab dem Herbst Opfer des Kriminalfalls, der uns nach unserem Wissensstand massiv geschädigt hat. So etwas kann ein kleines Investmenthaus wie die AvW nicht von heute auf morgen verkraften. Trotz aller Anstrengungen werden wir sicher noch einige Zeit unter den Folgen dieser Handlungen leiden."

Dennoch setzt das Unternehmen konkrete Schritte, um gerade angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine optimale Grundlage für eine erfolgreiche künftige Entwicklung zu legen. So wurde Anfang April mit Dr. Arnulf Komposch ein profilierter Experte in Sachen Konsumentenschutz in den Vorstand des Unternehmens berufen. Er ist vor allem für Anliegen der Anleger zuständig. Bei ihren Beteiligungen prüft die AvW Invest AG derzeit sowohl Abschichtungen (etwa bei der B&S - Bürger und Service) als auch neue Investments, etwa im Immobilienbereich.

Insgesamt ist das Unternehmen zuversichtlich: "Neben einigen kritischen Anlegern registrieren wir sehr viel Zuspruch und ungebrochenes Vertrauen in unser Geschäftsmodell und unsere strategische Ausrichtung", erklärt Dr. Wolfgang Auer von Welsbach. "Dieses Vertrauen ist die Voraussetzung für kommende Erfolge. Wir rechnen außerdem damit, dass die zu erwartende konsequente und lückenlose Aufklärung der mutmaßlichen kriminellen Handlungen, die uns massiv geschädigt haben, sich positiv darauf auswirkt, wie wir am Markt wahrgenommen werden. Erst wenn diese Wahrnehmung sich wieder mit den Fakten deckt, können wir unbelastet nach vorne blicken."

Rückfragen & Kontakt:

Menedetter PR
Tel.: 01/533 23 80
office@menedetter-pr.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001