"Demenz salonfähig machen"

Breite Zusammenarbeit von Gemeinden und Institutionen im Rahmen der "Aktion Demenz"

Bregenz (VLK) - Mit der Lebenserwartung der Menschen nehmen auch
die altersbedingten Erkrankungen zu, vor allem die Demenz. "Das ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Information, Aufklärung und eine Kultur des Helfens sind nötig, um ein Netz zu knüpfen, in dem Betroffene und ihre Angehörigen aufgefangen werden", sagte Landesrätin Greti Schmid bei der Vorstellung der "Aktion Demenz" heute, Freitag, im Landhaus.

Die Initiative wird vom Land und mehreren Sozial- und Bildungsinstitutionen getragen. "Im Mittelpunkt steht die Vision, dass in Vorarlberg Menschen mit Demenz am öffentlichen und sozialen Leben teilhaben können. Hilfe soll vor allem dort angeboten werden, wo es die betroffenen am dringendsten brauchen - in ihrem direkten Umfeld, dort wo sie leben, in der Gemeinde", so connexia-Geschäftsführer Martin Hebenstreit.

Der aktuelle inhaltliche Schwerpunkt der "Aktion Demenz" gilt dementsprechend den demenzfreundlichen Gemeinden. Bisher haben sich die Städte Bludenz, Bregenz und Feldkirch, die Marktgemeinden Hard und Wolfurt sowie die Kummenberg-Gemeinden der Aktion angeschlossen. Sie bieten Demenzkranken und ihren Angehörigen konkrete Unterstützung, z.B. Gottesdienste, Info-Veranstaltungen und Publikationen, Weiterbildungskurse in Batschuns oder Tanzveranstaltungen.

Primar Albert Lingg vom LKH Rankweil unterstrich die Bedeutung dieser Initiative: "Medizin und Pflegewesen haben zwar große Fortschritte gemacht. Aber die Profis allein sind überfordert, wir müssen ein geeignetes gesellschaftliches Umfeld bieten. Dazu trägt die Aktion Demenz bei." Ziel ist es laut LR Schmid, für Betroffene künftig in jeder Gemeinde eine kompetente Ansprechperson zu haben.

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