Über 60.000 SchülerInnen auf der Straße

SchülerInnenstreik setzt kräftiges Zeichen gegen Sparkurs im Bildungssystem

Wien (OTS) - Der für heute Freitag angesetzte SchülerInnenstreik übertrifft alle Erwartungen. Über 60.000 SchülerInnen beteiligen sich Österreichweit an den friedlichen Demonstrationen gegen die Einsparungen im Bildungssystem.

"Österreichs SchülerInnen haben heute gezeigt, dass sie die auf ihrem Rücken ausgetragenen Einsparungen im Bildungssystem nicht länger hinnehmen wollen! Anstatt weiterhin bei den Zukunftschancen Jugendlicher zu sparen, sollte Finanzminister Pröll sich ein Beispiel an anderen Ländern nehmen, die Ausgaben im Bildungssystem in Zeiten der Krise als nachhaltige Gegenmaßnahmen bereits eingeleitet haben!", sieht AKS Vorsitzender Klaus Baumgartner den Arbeitsauftrag der SchülerInnen an Finanzminister Pröll erteilt.

SJÖ Vorsitzender Moitzi zeigt sich über die starke Beteiligung mehr als erfreut: "Es ist schön mit anzusehen, wenn sich junge Menschen für ihre Interessen einsetzen und somit ihr Mitspracherecht in der Politik auch abseits von Wahlen einfordern."

Mit etwas Verwunderung nimmt Moitzi die Solidarisierung von FPÖ Obmann Strache mit den SchülerInnen auf: "Das ist doch sehr amüsant! Unter dem maroden österreichischen Bildungssystem leiden vor allem MigrantInnen. Wenig verwunderliche also, dass gerade diese Bevölkerungsgruppe heute stark auf den Demonstrationen vertreten war. Dafür ist es umso verwunderlicher, dass sich Strache mit ihnen solidarisiert. Im normal Fall müssen MigrantInnen immer als Sündenböcke im Weltbild der FPÖ her halten."

StreikteilnehmerInnen nach Bundesländern:

Wien: 30.000
Oberösterreich: 12.500
Steiermark: 5.500
Vorarlberg: 3.000
Innsbruck: 4.000
Salzburg: 8.000

Rückfragen & Kontakt:

AKS, Klaus Baumgartner, Tel.: 0699/11408142
SJÖ Wolfgang Moitzi, Tel.: 0664/8304466

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0002