Grillitsch: Dramatische Situation der Bauern erfordert Krisenstab und Maßnahmen

Vorziehen der Prämienauszahlung zur Liquiditätssicherung notwendig

Wien (OTS) - "Die wirtschaftliche Situation der Bäuerinnen und Bauern ist dramatisch. Wir müssen umgehend Maßnahmen einleiten, um den betroffenen Betrieben zu helfen", erklärte heute Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. "Viele haben in ihre Betriebe und damit in ihre Zukunft investiert. Durch die Wirtschaftskrise und den Nachfrageeinbruch kommen unzählige bäuerliche Familien in Liquiditätsengpässe und können ihre Kreditraten nicht mehr bezahlen. Diese Menschen müssen wir unterstützen, und zwar jetzt", so Grillitsch. Um den Landwirten aus der Krise herauszuhelfen, setzt der Bauernbund einen Krisenstab ein. "Wir brauchen kurz- und mittelfristige Maßnahmen, die direkt bei den Bauern greifen, und zwar solche, deren Umsetzung auch möglich ist und nicht nur wünschenswert, wie etwa eine vorzeitige Auszahlung der Prämien", betont der Präsident. Weiters müssten gezielte Aktionen gesetzt werden, um die Nachfrage nach heimischen Lebensmitteln anzukurbeln.

"Die von einer großen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten gewollte Markt-Liberalisierung im Bereich der Milch konnte und kann Österreich nicht aufhalten. Wir müssen diese politische Realität zur Kenntnis nehmen und sind gefordert, mittels der verbleibenden Möglichkeiten Handlungen zu setzen. Wir werden nicht zuschauen, wie ein nunmehr freierer Markt in Verbindung mit der unerwartet heftigen Wirtschaftskrise unsere Höfe wegfegt", zeigte sich Grillitsch kämpferisch. Eine aktive Land- und Forstwirtschaft sei Grundvoraussetzung für einen aktiven und wirtschaftlich stabilen ländlichen Raum. "Wenn die Bauernfamilien ihre Höfe aufgeben müssen, hat dies auch gesellschaftspolitische Auswirkungen und negative Folgen für die gesamte Wirtschaft und alle Menschen in den Regionen. Nun gilt es, Lösungen zu finden und umzusetzen. Wir werden uns dabei nicht von bürokratischen Bedenkenträgern hindern lassen", betonte der Bauernbundpräsident.
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