Leitl: Syrien - solider Partner der österreichischen Wirtschaft im Nahen Osten

Syriens Staatspräsident Assad eröffnet hochrangiges österreichisch-syrisches Wirtschaftsforum in der WKÖ

Wien (PWK307) - "Syrien und Österreich verbindet neben dem langjährigen freundschaftlichen Verhältnis auch eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit", betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl anlässlich des bevorstehenden Besuchs des syrischen Staatspräsidenten Bashar al-Assad am Montag und Dienstag in Österreich. Am kommenden Dienstag wird Assad, der von einer 60-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet wird, gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer und WKÖ-Präsident Leitl ein österreichisch-syrisches Wirtschaftsforum mit rund 130 bedeutenden heimischen Unternehmen und insgesamt 240 Teilnehmern in der Wirtschaftskammer Österreich eröffnen.

Beachtlicher Exportzuwachs 2008: +46,4 Prozent

"Das enorme Interesse der heimischen Exportunternehmen am Wirtschaftsforum unterstreicht die Bedeutung des syrischen Marktes für die österreichische Exportwirtschaft gerade jetzt in weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten", so Leitl. Im Jahr 2008 wuchsen die österreichischen Ausfuhren nach Syrien um beachtliche 46,4 Prozent auf 63,5 Mill. Euro - die Gesamtexporte steigerten sich im selben Zeitraum im Vergleich um 2,3 Prozent. Die wichtigsten österreichischen Exportwaren reichen von mechanische Maschinen wie Luftreinigungsanlagen, Metallbearbeitungsmaschinen und Pumpen über Eisenbahnsignalgeräte, Pharmazeutika, Holz und Papier, Schmuck, Kunststoffe sowie Metallrohre bis hin zu "energy drinks". Die österreichischen Importe aus Syrien fielen 2008 um 57,6 Prozent auf 104,8 Mill. Euro, was auf die drastisch sinkenden syrischen Öllieferungen zurückzuführen ist.

Chancen in den Bereichen Infrastruktur, Industriemaschinen und "Gesundheit"

Besonders positiv bewertet Leitl das im März 2009 unterzeichnete Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Syrien und die bevorstehende Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Abschluss eines Investitionsschutzabkommens.

Die Chancen für heimische Exporteure, auch weiterhin mit syrischen Partnern erfolgreich im Geschäft zu bleiben, stehen gut. Auch fürs laufende Jahr wird ein weiteres Wirtschaftswachstum erwartet. "Die Reformen und Liberalisierung des syrischen Marktes und die damit verbundene Aufwertung des privaten Sektors eröffnet neue und zusätzliche Chancen für österreichische Betriebe", zeigt sich Leitl überzeugt. Chancen für österreichische Firmen bestünden, so Leitl, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Industriemaschinen, Papier sowie bei Medizinprodukten. Neben zahlreichen Großprojekten im Infrastrukturbereich, wie Autobahnen, Kraftwerke und Pipelines gibt es rund 2000 industrielle Projekte in Planung oder im Bau. "Gerade in diesen Bereichen können unsere heimischen Exportunternehmen mit Know-how, Produkten und Dienstleistungen punkten und damit einen wichtige Beitrag zum weiteren Ausbau der bereits so positiv laufenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen Syrien und Österreich leisten", betont WKÖ-Präsident Leitl abschließend. (ES)

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