Weninger: EU widmet Sport mehr Aufmerksamkeit

Gesellschaftliche Rolle des Spots aufwerten

Wien (SK) - "Das 'Weißbuch Sport' der Europäischen Kommission befasst sich sehr detailliert mit der gesellschaftlichen Rolle des Sports, mit der Organisation der Sportstrukturen, aber auch mit Fehlentwicklungen bei der Sportausübung und im Umfeld des Sports", berichtet SPÖ-Abgeordneter Hannes Weninger in der Parlamentsdebatte zum Bundes-Sportförderungsgesetz. "Im EU-Weißbuch werden die Breite des Themas, die gesellschaftliche, gesundheitspolitische, soziale, pädagogische und wirtschaftliche Bedeutung des Breiten- und des Spitzensports für die Bürgerinnen und Bürger dargestellt. Es werden Überlegungen angestellt, wie dem Sport eine größere Bedeutung in der europäischen Politik eingeräumt werden kann", erläutert Weninger die Eckpunkte des Positionspapiers. ****

"Es geht dabei nicht darum, nationale Kompetenzen oder die Eigenständigkeit der autonomen Sportverbände einzuschränken. Es geht vielmehr darum, die Bedeutung des Sports auf europäischer Ebene zu stärken und gemeinsame Herausforderungen und Problemstellungen in europäischer Zusammenarbeit anzugehen. Die Europäische Kommission bewertet die Sportstrukturen als vielfältig und komplex. Sie zieht daraus den für sie durchaus bemerkenswerten Schluss, dass ein einheitliches europäisches Modell für die Organisation des Sportes unrealistisch ist. Die Autonomie und Vielfalt der Vereine, Organisationen und Verbände wird also dezidiert anerkannt und auch nicht dem Regime des EU-Wettbewerbsrechtes unterworfen", betont Weninger die Autonomie der Sportvereine.

"Dass der Sportsektor nicht nur nach Auffassung der Europäischen Kommission mit neuen Bedrohungen und Herausforderungen konfrontiert ist, zeigt nicht zuletzt die aktuelle Antidoping-Debatte in Österreich. Wirtschaftliche Zwänge wie Sponsoring, TV-Rechte und Lizenzverträge, die Ausbeutung junger SportlerInnen durch Spieleragenten und Transferregeln, Doping, Gewalt und Rassismus, Korruption und Geldwäsche sind nur einige der aktuellen Problemstellungen in Diskussion. All diese Themen bedürfen dringend einer offenen Debatte. Wer glaubt, internationale Verflechtungen eigenbrötlerisch lösen zu können, verkennt die Dimension der Problematik. Europäische und globale Fehlentwicklungen brauchen international koordinierte und vereinbarte Gegenmaßnahmen, europäische Strategien und globales, sportlich und faires Bewusstsein", so Weninger.

Zusammenfassend fordert der SPÖ-Politiker, dass zukünftige europäische Sportpolitik die Autonomie des Sportes achtet, den fairen Wettbewerb schützt, die Ausbildung von AthletInnen und SportlerInnen ermöglicht und die Sportausübung aller Bürgerinnen und Bürger fördert. "Die SPÖ ist sehr interessiert an einer breit angelegten und offenen Debatte über die Rolle des Sports in unserer Gesellschaft, sowohl national wie auch international. Der österreichische Sport ist bei Minister Norbert Darabos in guten Händen", schloss Weninger. (Schluss) ps

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