Fahrraddiebstahl: 25.000 angezeigte Fälle jährlich

Räder mit zwei oder mehr Sicherungen sind am besten geschützt

Wien (OTS) - Rund 25.000 Fahrräder werden in Österreich jährlich gestohlen. Die Chance, sein Rad wieder zu bekommen, ist sehr gering:
Die Aufklärungsquote der angezeigten Fahrraddiebstähle liegt bei knapp fünf Prozent. Da es sich bei den meisten Rädern nicht mehr nur um klapprige Drahtesel, sondern um hochtechnologische, modisch designte und vor allem teure Bikes handelt, macht den Raddiebstahl für Langfinger besonders attraktiv. "Unterschieden werden kann zwischen Gelegenheitsdieben, die Räder unbefugt benutzen und nach Gebrauch an irgendeinem Ort abstellen, und Profis, die Fahrräder gezielt für den Eigengebrauch oder Weiterverkauf entwenden", sagt DI Klaus Robatsch, Regionalleiter im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). In beiden Fällen gilt: Gut geschützt ist nur, wer sein Rad ausreichend sichert.

Was Diebe abschreckt

Empfehlenswert sind Bügelschlösser aus gehärtetem Stahl mit einem Rohrdurchmesser von mindestens 19 Millimetern. Auch Panzerkabelschlösser mit einer Mindeststärke von acht Millimetern und einem zusätzlichen Schutz durch gehärtete Stahlhülsen sind für die Sicherung von Fahrrädern gut geeignet. Spiral-, Zahlen- oder Speichenschlösser sind nicht ratsam - sie bieten nur einen unzureichenden Schutz, da sie leicht durchgezwickt bzw. geknackt werden können. "Am besten sichert man sein Rad an einem fest verankerten Gegenstand wie Fahrradständern, auch wenn es nur für kurze Zeit abgestellt wird. Sonst können Diebe das Rad mitsamt dem Schloss einfach wegtragen und das Schloss an einem anderen Ort in Ruhe entfernen", rät Robatsch. Die Kombination von zwei Schlössern schreckt Diebe zusätzlich ab, denn je mehr Zeit sie benötigen, um das Objekt ihrer Begierde zu stehlen, desto unattraktiver wird es für sie. "Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, sein Rad nach einem Diebstahl wieder zu bekommen, zu erhöhen, notiert man sich Rahmennummer, Fabrikat und besondere Kennzeichen. So kann man gestohlene Räder dem rechtmäßigen Besitzer besser zuordnen", empfiehlt Robatsch.

Fahrräder sicher abstellen

In Mehrfamilienhäusern werden Bikes idealerweise in einem abschließbaren Raum wie einem Hobbyraum oder einem Kellerabteil untergebracht. In vielen Städten gibt es mittlerweile so genannte Fahrradgaragen, in denen Räder kostenlos oder gegen Gebühr untergestellt und vor Diebstahl geschützt werden. Eine derartige Radstation befindet sich beispielsweise in Wien-Margareten. Gegen eine monatliche Miete kann man dort sein Fahrrad einstellen. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt, in Zukunft sind jedoch weitere Radgaragen geplant, etwa neben dem neu gestalteten Wiener Hauptbahnhof mit 1.150 Stellplätzen.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
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