AK Preismonitoring: Lebensmittel bleiben teuer

Österreicher mehr belastet als Deutsche - Preisgesetz muss geändert werden

Wien (OTS) - Einkaufen ist in Österreich nach wie vor teurer als
in Deutschland. Die Produkte des großen Einkaufskorbes kosten in Wien um durchschnittlich rund 28 Prozent mehr als in Passau und um rund ein Viertel mehr als in Köln. Das zeigt der AK Einkaufskorb mit 41 preiswertesten vergleichbaren Lebens- und Reinigungsmitteln bei Diskontern und Supermärkten in Wien, Köln und Passau. Der Vergleich zur AK Dezember-Erhebung zeigt, dass die erhobenen Preise in Österreich anhaltend hoch sind. "Es darf nicht vergessen werden, dass die Lebensmittelpreise bei uns seit eineinhalb Jahren auf einem hohen Niveau verharren", erinnert AK Präsident Herbert Tumpel. "Gerade jetzt zählt jeder Euro, den sich die Menschen sparen können. Daher muss neben einer Stärkung der Kaufkraft auch die Teuerung bekämpft werden." Die AK fordert, dass das Preisgesetz geändert wird, damit künftig wirksamer gegen überhöhte Preise vorgegangen werden kann.

Die niedrigere Mehrwertsteuer um drei Prozent (für Lebensmittel) und um ein Prozent (für andere Waren) in Deutschland ist kein Argument für die teureren Preise in Österreich. Rechnet man die Mehrwertsteuer heraus, heißt das für Wiener noch immer um ein Viertel draufzahlen im Vergleich zu Passau und um durchschnittlich 22 Prozent mehr zahlen als Kölner KonsumentInnen. Der große Einkaufskorb kostet über alle erhobenen Geschäfte in Passau durchschnittlich 45,06 Euro, in Köln 45,82 Euro, in Wien 51,62 Euro.

Das zahlen österreichische VerbraucherInnen für den Warenkorb

Diskonter Preis Supermärkte Preis Lidl 46,58 Euro Interspar 49,51 Euro Penny 46,78 Euro Merkur 50,89 Euro Hofer 48,14 Euro Spar 51,27 Euro Zielpunkt 50,34 Euro Billa 52,55 Euro Magnet 58,58 Euro Adeg 61,56 Euro

Einige Preisbeispiele: Ein Liter Mineral mit Kohlensäure kostet bei uns (durchschnittlich 21 Cent) um 60 Prozent mehr als in Köln oder Passau (durchschnittlich 13 Cent); für ein Kilo passierte Tomaten heißt es um durchschnittlich 36 Prozent mehr zahlen (Wien:
0,95 Euro, Deutschland: 0,70 Euro); ein Kilo Feinkristallzucker ist um durchschnittlich 23 Prozent teurer (Wien: 1,04 Euro, Deutschland:
0,85 Euro).

"Lebensmittelpreise schlagen sich für heimische Konsumenten nach wie vor hoch zu Buche", sagt Tumpel. "Wer auf jeden Euro schauen muss, kauft meist preisbewusst und vergleicht Preise", so Tumpel. "Daher werden wir weiterhin die Preise vergleichen, damit sich die Konsumenten einen besseren Überblick am Markt verschaffen können."

Die AK hat im März die günstigsten Grundpreise (zum Beispiel ein Kilogramm) mit Aktionen (nicht für bestimmte Mengen oder Vorteilskarten) von 41 Lebens- und Reinigungsmitteln erhoben - zehn Wiener, elf Kölner und elf Passauer Supermärkte und Diskonter.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at

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