Töchtertag: Game-Industrie bietet Chancen und Jobs mit Zukunft

Mädchen von 11 bis 16 blickten bei Wiener Spiele-Entwickler Sproing hinter die Kulissen

Wien (OTS) - In Wien hat sich in den letzten Jahren eine lebendige und erfolgreiche Computerspiel-Industrie entwickelt, die auch international für Aufsehen sorgt. Der 8. Töchtertag am Donnerstag bot Mädchen von 11 bis 16 Jahren die Gelegenheit, hinter die Kulissen dieser spannenden Branche zu blicken. Der Hintergrund: Heimische Game-Entwickler haben ein Nachwuchsproblem. Es gibt auch in Krisenzeiten Jobs, aber zu wenig hoch qualifiziertes Personal. Der Töchtertag soll mithelfen, gerade junge Mädchen für diesen Beruf zu interessieren und neue Jobmöglichkeiten abseits traditioneller Berufsbilder aufzuzeigen. Frauen sind in der von Männern dominierten Spielentwicklungsszene eine Seltenheit. Bei einem Besuch bei der Wiener Spielentwicklungsfirma Sproing Interactive Gmbh bekamen am Donnerstag interessierte Mädchen einen Einblick in die Praxis der SpielentwicklerInnen von Sproing. Daran teilgenommen haben auch Claus Hofer, Geschäftsführer der Wiener Technologieagentur ZIT Zentrum für Innovation und Technologie, sowie Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.****

ZIT fördert innovative Technologien

Im Vorjahr konnte Sproing den Förderwettbewerb Motion Media 2008 des ZIT Zentrums für Innovation und Technologie gewinnen. Claus Hofer, Geschäftsführer der Wiener Technologieagentur ZIT: "Wir fördern auch technologische Neuentwicklungen im Sektor der Spielentwicklung. Außerdem unterstützt das ZIT die Initiative www.gamejobs.at, die ein Zusammenschluss von Wiener Entwicklungsstudios ist. Sie soll beitragen, qualifizierte Fachkräfte für die Unternehmen zu gewinnen."

Sproing - Erfolgsbeispiel aus Wien

Die Sproing Interactive GmbH in Wien-Favoriten ist ein Beispiel für ein innovatives und erfolgreiches Wiener Unternehmen aus der Game-Industrie. Seit der Gründung 2001 ist das Unternehmen auf 40 Beschäftigte gewachsen. Das Unternehmen entwickelt Spiele für alle gängigen Spielkonsolen wie Playstation, Nintendo, Wii, Xbox und den PC. Sproing ist heute das führende Spielentwicklungsstudio in Österreich und hat bisher über 30 Spiele auf den Markt gebracht.

Darunter zum Beispiel "Mein Gestüt - Ein Leben für die Pferde" oder "Best Friends: Hunde & Katzen". 2008 gewann das Wiener Unternehmen den deutschen Entwicklerpreis für das beste deutsche Konsolenspiel. Aber Sproing sucht auch laufend hoch qualifizierte MitarbeiterInnen. Nicht alle Aufträge können aufgrund des Fachkräftemangels angenommen werden.

"Gerade deshalb ist für Mädchen und junge Frauen dieser hochtechnologische und kreative Wirtschaftszweig sehr interessant. Spiele-Entwicklerin ist ein Job mit Zukunft. Der Töchtertag soll dazu beitragen, dass die Computerspiele der Zukunft verstärkt eine weibliche Handschrift tragen", sagte Frauenstadträtin Sandra Frauenberger beim Firmenbesuch.

Aufholbedarf für Frauen

Frauen sind unter den EntwicklerInnen noch stark unterrepräsentiert, obwohl in den USA bereits 40 Prozent der SpielerInnen weiblich sind. Die männliche Dominanz zeigt sich
auch in der Manifestierung traditioneller Rollenbilder in verschiedenen Spielgenres. International sind die Wachstumsraten und Umsätze der Computerspielindustrie schon vor jenen der Film- und Videoindustrie. Allein in Österreich beträgt der Branchenumsatz rund 150 Millionen Euro. Tendenz steigend.

Webtipps: www.sproing.com, www.zit.co.at, www.toechtertag.at

(Schluss) mu

Achtung: Zu dieser Meldung ist demnächst eine Bildberichterstattung geplant. In einer OTS-Aussendung wird auf die online-Abrufbarkeit noch hingewiesen.

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