"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Der Krisengewinner"

Der Kniefall der Regierung vor den Beamten wertet Neugebauer unnötig auf.

Wien (OTS) - Die öffentlich Bediensteten werden ihren Beitrag leisten", sagt Beamtenministerin Heinisch-Hosek im Hinblick auf die geplanten Einsparungen in der Verwaltung. Diesen Satz hat man, gemünzt auf die Lehrer, vor Kurzem von Finanzminister Pröll gehört. Und just der oberste Sparmeister hat den Pädagogen einen essenziellen Beitrag erspart. Alle Steuerzahler müssen herhalten. Zu verdanken haben sie das Fritz Neugebauer. Er hat es wieder einmal geschafft, seine Klientel mit Unangenehmem zu verschonen.
Die Regierung hat sich mit dem Kotau vor dem Beamtenboss in mehrerlei Hinsicht nichts Gutes getan. Gerade in Zeiten wie diesen werden ihr Menschen aus dem ungeschützten Bereich für die Schützenhilfe für die Geschützten nicht applaudieren. Und die großen Veränderungen stehen erst bevor. Wie wollen Rote und Schwarze eine Staatsreform durchbringen, wenn sie schon mit einer um eine Stunde höheren Lehrpflicht scheitern? Wie eine gemäßigte Lohnrunde? Wie ein neues Lehrer-Dienstrecht mit zusätzlichen Unterrichtsstunden? Kanzler und Vizekanzler kommen um all das nicht herum, wollen sie Budget-Defitzit und Schulden nicht noch mehr anwachsen lassen. Weniger Neugebauer, mehr Faymann und Pröll sind gefragt.

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