Bauernbundpräsidium fordert Unterstützung für Österreichs Bauern

Grillitsch: Milchbauern brauchen jetzt Hilfe

Wien (OTS) - Das Präsidium des Österreichischen Bauernbundes mit Fritz Grillitsch an der Spitze ist in seiner heutigen Vorsprache an Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll mit einem umfassenden Forderungspaket zur Unterstützung der heimischen Bäuerinnen und Bauern herangetreten. Dabei wurden in Beisein von Bundesminister Niki Berlakovich und Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski die dringendsten aktuellen Probleme der heimischen Land- und Forstwirtschaft, vor allem die schwierige Situation am Milchmarkt, intensiv diskutiert. Aufgrund der schwierigen Lage im Milchsektor -bedingt durch einen Einbruch auf der Nachfrageseite - betonte das höchste Gremium des Bauernbundes abermals, dass rasche Hilfe für die österreichischen Milchbauern unumgänglich sei. "Zur Absicherung des Milchstandortes Österreich sind klare Signale notwendig, und zwar jetzt, denn die Zeit drängt", betonte Präsident Grillitsch.

In diesem Zusammenhang wurden fünf Forderungen der heimischen Land- und Forstwirtschaft mit Vizekanzler Pröll und Landwirtschaftsminister Berlakovich besprochen. So soll das Vorziehen der Prämienauszahlungen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen bei den Landwirten (wie in Deutschland) geprüft werden. Weiters werden das Aussetzen der Milchquotenerhöhung im Rahmen des Marktordnungsgesetzes, eine Weiterführung der EU-Exporterstattung und eine zügige Umsetzung der Milchkuhprämie und des Milchpaktes verlangt. Zusätzlich wird eine Stärkung der Partnerschaft mit Konsument und Handel mit Aktionen und gezielter Werbung für heimische Produkte als notwendig erachtet.

"Um den Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit zu geben, ist die Umsetzung des Marktordnungsgesetzes schnellstmöglich durchzuführen und der mit der SPÖ beschlossene Zeitplan einzuhalten", erklärte Grillitsch. Die SPÖ blockiere derzeit den ursprünglich akkordierten Zeitplan. Die Beschlüsse dafür hätten noch vor der EU-Wahl fallen sollen. "Die schnellstmögliche Realisierung ist insbesondere für die stark unter Druck geratenen Milchbauern wichtig. Ohne Umsetzung der Marktordnung kann die Milchkuhprämie nicht ausbezahlt und das vom Bauernbund beschlossene Aussetzen der Quotenaufstockung nicht umgesetzt werden. Mit dieser Verzögerungstaktik schadet die SPÖ den heimischen Bäuerinnen und Bauern", unterstrich Grillitsch.

Das Bauernbundpräsidium ersuchte den Vizekanzler um Einwirkung auf die SPÖ, um eine rasche Umsetzung des Marktordnungsgesetzes sicherzustellen. Weiters ist das höchste Gremium des Bauernbundes mit der Bitte an Pröll herangetreten, Klarheit bei der weiteren Finanzierung der Blauzungenimpfung herzustellen.
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