Lagerhäuser: Alle Sparten sind Gewinner

Baustoffgeschäft bekommt verstärkten Fokus

Wien (OTS) -

  • Lagerhäuser: 4,3 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2008
  • 14 % Umsatzplus bei Österreichs Lagerhäusern
  • RWA Konzern: 2,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008
  • Operatives Ergebnis des RWA Konzerns erstmals bei 30 Millionen Euro
  • Signifikantes Plus aus Beteiligungen in Österreich und CEE treibt Ergebnis
  • Baustoffhandel und Bau-Garten als Schwerpunkt-Thema
  • "Hochschaubahn" der Preise im Agrarsektor

~

Die RWA Raiffeisen Ware Austria als das Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen der Lagerhausgenossenschaften in Österreich erwirtschaftete im Jahr 2008 ein Ergebnis vor Steuern von 33,2 Millionen Euro. Mit einem operativen Ergebnis von 30 Millionen Euro verzeichnete der RWA-Konzern 2008 das beste Ergebnis seit Gründung.

RWA Konzern setzte 2008 2,3 Milliarden Euro um: 25 % Umsatzplus

Der Konzernumsatz wuchs 2008 - zu einem Großteil bedingt durch hohe Agrarpreise - um 25 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro an. Der Umsatz- und Ertragsrekord des RWA Konzerns resultiert in großem Maße aus der erfolgreichen Geschäftsentwicklung der Beteiligungen im Inland und in Osteuropa. "Der Agrarhandel war 2008 umsatzstark aber aufgrund der Marktvolatilitäten eher ergebnisschwach", kommentiert Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner den Geschäftsgang.

Der RWA Konzern 2008 und seine Geschäftsfelder

Die RWA erbringt für ihre Mitglieder ein breites Leistungsangebot:
Von der Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, dem Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, Baustoffen und Produkten für Haus, Hof und Garten bis hin zu diversen Dienstleistungen. Neben diesen Aufgaben für die Lagerhäuser hält die RWA Beteiligungen im Inland sowie in ausgewählten CEE-Ländern.

Finanzstärke als gute Ausgangsbasis für 2009

Die Eigenkapitalquote konnte von 34 Prozent im Jahr 2007 auf 36,9 Prozent 2008 gesteigert werden. "Die gute Finanzlage und unsere hohe Eigenkapitalquote machten uns widerstandsfähiger gegen die möglichen Folgen der Krise", so Buchleitner.

Beteiligungen im In- und Ausland als Ergebnis-Bringer

Zu den heimischen Beteiligungen zählen der Fruchtsaftkonzentrathersteller Ybbstaler, der Kartoffelverarbeiter, Teig- und Strudelproduzent Frisch & Frost, der Futtermittelproduzent Garant sowie weitere Beteiligungsunternehmen die das Agrargeschäft von RWA und Lagerhaus unterstützen, wobei Ybbstaler mit einem Umsatzplus von knapp 60 Prozent und einer Absatzausweitung um 23 Prozent im vergangenen Jahr besonders herausgestochen ist.

Im Ausland ist die RWA an Unternehmen in Kroatien, Serbien, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei beteiligt. Zu den ursprünglichen Expansionsplänen 2009 meint Buchleitner:
"Vorübergehend sind aufgrund des schwer einzuschätzenden Risikos und der Währungsschwankungen laufende Akquisitions- und Expansionspläne im Osten ruhend gestellt."

Entwicklung der Lagerhäuser: "Alle Sparten sind Gewinner"

"Abgesehen vom Beteiligungsgeschäft konnten auch alle Lagerhaus-Sparten, das sind die Bereiche Agrar, Energie, Technik, Baustoffe und Bau & Garten im vergangenen Jahr zulegen", so GD Mag. Klaus Buchleitner.

Österreichs Lagerhäuser - von denen rund drei Viertel im RWA-Verbund zusammen arbeiten - erwirtschafteten 2008 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem 14 prozentigen Plus im Vergleich zum Vorjahr.

Ertragsseitig dominierten die Bau- & Gartenmärkte, Baustoffe und Bau-Dienstleistungen 2008. Die gute Auftragslage der Bauwirtschaft bis zum vierten Quartal des vergangenen Jahres sowie die Neuausrichtung der Lagerhäuser mit einem stark verbreiterten Angebot waren maßgeblich für den Erfolg verantwortlich.

Regional war das Wachstum im Baustoffgeschäft durchaus unterschiedlich - wobei vor allem die Lagerhäuser im Osten Österreichs ein Wachstum von bis zu 5 Prozent zu verzeichnen hatten.

"Dass wir nach einem umsatzstarken Vorjahr in 2008 erneut sowohl im Baustoffgeschäft als auch im Gartenmarkt- und Konsumgütergeschäft sowie im gesamten Dienstleistungsbereich zulegen konnten, ist für die Ergebnissituation der Lagerhäuser besonders wichtig, weil in diesen Geschäftsbereichen die Kosten sehr hoch sind, aber auch die höchsten Spannen erzielt werden", freut sich Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner über die herausragenden Geschäftszahlen 2008.

Bei den Lagerhäusern war - ähnlich der RWA - der Agrarhandel zwar Umsatztreiber, die Ergebnislage in diesem Geschäftsfeld blieb jedoch angespannt.

Bauen boomt - Service inklusive

Im Detail erwirtschafteten die Lagerhäuser einen Umsatz von 440 Millionen Euro im Bereich Bau- & Gartenmärkte (plus 5 Prozent). Die Baustoff-Umsätze inklusive der angebotenen Dienstleistungen legten um 2 Prozent auf 670 Millionen Euro zu. Erfolgsfaktoren waren neben dem neuen Vertriebskonzept und dem Ausbau der Spezialbereiche sowie des Dienstleistungssektors - Stichwort: "Alles aus einer Hand: Von der Planung über das Baumaterial bis hin zu Dienstleistern und Handwerkern" - vor allem die Konzentration auf den Bereich der energetischen Gebäudesanierung. "Die Lagerhäuser zeichnen sich durch eine große Sortimentsbreite - sowohl im "do-it-yourself" als auch im "do-it-for-me" Bereich - aus", freut sich Buchleitner über die gelungene Neuausrichtung seiner Märkte. Auch im Jahr 2009 wird der Bereich Service und Beratung weiter ausgebaut.

Hochschaubahn bei Agrarpreisen

Das für die RWA nach wie vor wichtigste Geschäftsfeld Agrar mit einem Umsatzanteil von über 26 Prozent war von einem starken ersten Halbjahr und von einer deutlichen Abschwächung ab der Jahreshälfte aufgrund von sinkenden Getreidepreisen und höherer Betriebsmittelpreise geprägt.

"Was wir im vergangenen Jahr erlebt haben, war eine Hochschaubahn der Agrar-Preise", kommentiert Buchleitner den Geschäftsverlauf. "Zwar wurden die Getreide-Umsätze der RWA 2008 in Summe um 21 Prozent gesteigert, ertragsseitig stellte sich das Getreidegeschäft jedoch geprägt von den enormen Marktvolatilitäten dar", charakterisiert Buchleitner die Diskrepanz zwischen Umsatz und Ergebnis.

Normalisierung des Energiegeschäftes

Im Energiegeschäft verzeichneten Österreichs Lagerhäuser 2008 eine Umsatzsteigerung von 26 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. "Der Heizölabsatz hat sich 2008 normalisiert, die festen Brennstoffe lagen über dem Branchenschnitt und der Trend zu Bio-Energie setzt sich fort", kommentiert Buchleitner diesen Bereich. Als USP der Lagerhäuser und perfekte Basis für die Zukunft sieht er neben der Vorreiter- und Marktführer-Rolle, die das Lagerhaus im Bereich alternative Brennstoffe (Pellets) hat, auch die über ganz Österreich verteilten 540 Tankstellen. Darüber hinaus sind die Lagerhäuser als größter Lieferant von Heizöl-Extraleicht führend tätig. Zusätzlich wird bei rund sieben Lagerhaus-Tankstellen auch Super-Ethanol (E 85) verkauft - noch heuer wird die Anzahl jener Tankstellen, die den modernen Alternativ-Treibstoff anbieten, auf über ein Dutzend ansteigen.

Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2009: Bauen, Sanieren und Agrar

"Wir setzen heuer im operativen Geschäft auf zwei große Schwerpunkte: Zum einen auf den Baubereich - Stichwort Thermische Optimierung - zum anderen auf den Bereich Agrar: RWA und Lagerhäuser verfügen über bewährte Vermarktungs- und Beschaffungsinstrumente und ausgezeichnete Netzwerke - national wie international", so Generaldirektor Klaus Buchleitner zu den Plänen.

Lagerhaus als "One-Stop-Shop" für Kunden: Baudienstleistungen werden ausgebaut

Rund ein Fünftel des Lagerhaus-Umsatzes wird schon derzeit mit Baustoffhandel und Baudienstleistungen erwirtschaftet. "Genau in diesen Bereichen setzen wir mit unseren 1.500 Baustoffberatern und 100 Energieberatern an. Mit knapp 500 Baumärkten und Baustoffcentern sind wir die stärkste Kraft am Land und haben das dichteste Baumarktnetz. Ein Drittel dieser Standorte sind Kompetenzzentren mit angeschlossenen Gewerbebetrieben, alle restlichen Standorte arbeiten mit regionalen Partnern aus dem Baudienstleistungsgewerbe partnerschaftlich zusammen", so Buchleitner.

Buchleitner weiter: "Unser strategischer Fokus liegt auf dem Bereich ‚do it for me’. Darunter verstehen wir neben dem klassischen Baufachhandel auch die aus einer Hand angebotenen Gewerbedienstleistungen wie Dachausbauten, Spengler-, Zimmerer-, Maler-, Fliesenlegerarbeiten sowie Gas-, Wasser- und Heizungsinstallationen."

Volatiles Agrargeschäft stabil halten: Lagerhäuser sind gut aufgestellt

"Durch die dezentrale Infrastruktur der Lagerhäuser gepaart mit einem zentralen Spezialisten-Know-how der RWA, die strategische Allianz mit der BayWa, erfolgreiche und umsatzstarke CEE-Beteiligungen sowie das Abdecken von sinnvollen Marktnischen sind die Lagerhäuser stabil und gut für die Zukunft aufgestellt", freut sich Buchleitner. "Um eine bessere Kalkulierbarkeit für Landwirte und Versorgungssicherheit für verarbeitende Betriebe bei wettbewerbsfähigen Preisen sicherzustellen, setzen wir auf langfristige Partnerschaften mit den heimischen Landwirten", so Buchleitner, der mit seinen Fachleuten die globalen Entwicklungen im Bereich Agrar genau beobachtet, analysiert und für beide Seiten gewinnbringende Modelle ausarbeitet.

Genossenschaftliches System bewährt sich als Fundament

Unabhängig von der Agrarkonjunktur bewähren sich Genossenschaften als stabile - und für beide Seiten erfolgreiche - Partnerschaften. "Unsere Erfolgsfaktoren genossenschaftliche Orientierung, Kundennähe durch Regionalität, Kostenführerschaft, eine stabile Finanzsituation und bestens ausgebildete Mitarbeiter werden sich auch in der Wirtschaftskrise bewähren", so Buchleitner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG
Mag. Susanne Aigner
Tel: 01/605 15 - 5680
susanne.aigner@rwa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CED0001