Schulautonome Tage machen Sinn: Wirtschaftlicher Schaden ist größer als der Nutzen

Dieser Kompromiss ist die schlechteste Lösung

Wien (TP/OTS) - Dass zwischen der Lehrergewerkschaft und dem Unterrichtsministerium nun eine Scheinlösung gefunden wurde, die niemanden nutzt, birgt Gefahren für die österreichische Tourismuswirtschaft.

Mit einer überraschenden Lösung des Konfliktes zwischen Lehrer und Unterrichtsministerium sind gestern die betroffenen Parteien an die Öffentlichkeit gegangen. "Der Ausweg aus der Lehrerkrise ist eine wirtschaftliche Sackgasse, die angeblichen Einsparungen für das Unterrichtsministerium kosten der Tourismuswirtschaft Millionen", so der Co-Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn.

Nach acht Wochen Verhandlung bleiben Familien und Schüler auf der Strecke

Gerade Mitarbeiter und Unternehmer aus den tourismusintensiven Regionen, die in den Hauptferienzeiten für die Betreuung der Hotelgäste gesorgt hatten, konnten die schulautonomen Tage gut nutzen, um endlich mit der eigenen Familie Ferien zu machen. Eine Streichung dieser Tage ist weder bei Schülern noch bei den Elternvereinen gewünscht.

Die Bilanz dieses Streits bringt unter dem Strich nur Verlierer:
"Man kann die Bedürfnisse der Familien doch nicht ignorieren - die schulautonomen Tage, die oft als Herbst- oder Pfingstferien genutzt werden, sind meist schon fix geplant.", verweist Schellhorn auf die Situation in den österreichischen Ferienregionen.

Ein schwerer Rückschlag für die Freizeitindustrie

"Wir können nicht verstehen, dass in Zeiten einer negativen Konjunkturkurve eine wichtige Säule der österreichischen Wirtschaft geschwächt wird. In exportschwächeren Jahren trägt die Dienstleistungsbranche enorm zum Ausgleich des Staatshaushaltes bei", so Schellhorn. Die Ausgaben der inländischen Besucher/Innen in Österreich betrug 2007 ca. 14 Mrd. Euro (Quelle: Statistik Austria), wenn in Österreich an fünf Tagen kein Inlandstourismus stattfindet, könnte dies umgerechnet ein Wertschöpfungs-Minus von ca. 37 Mio. Euro pro Tag kosten.

Darüber hinaus geht es auch um Saisonverlängerungen, die schulautonomen Tage, die oft im Herbst genutzt wurden, haben eine längere Betriebsöffnung erreicht und somit die saisonbedingte Arbeitslosigkeit gesenkt. Aber auch wenn die Fenstertage genutzt wurden, konnte somit dem Trend zu Kurzaufenthalten in Österreich entsprochen werden. Sowohl für die Ferien- wie auch für die Stadthotellerie sind diese verlängerten Wochenende ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor.

Zu diesem aktuellen Thema haben wir einen Blog (http://www.oehv.at) eingerichtet, um die Meinungen der Österreicher zu sammeln.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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