Rübig: Handykosten purzeln weiter - noch vor den Ferien!

Europaparlament beschließt geringere Kosten - jetzt auch bei SMS- und Datenroaming

Straßburg, 22. April 2009 (OTS) „Die Kosten für Handytelefonate im Ausland sinken weiter. Auch SMS- und Datenroaming wird in den kommenden Jahren spürbar günstiger. Europas Konsumenten können mit Einsparungen bis zu 50 Prozent rechnen - damit rechnet sich Europa in jedem Börsel“, freut sich ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig über den erfolgreichen Beschluss des Europäischen Parlaments. „Nach der ersten bahnbrechenden Roaming-Verordnung, die ich als Chefverhandler des Europaparlaments durchsetzen konnte, geht es ab dem 1. Juli dieses Jahres mit den nächsten Preissenkungen weiter. Im Ausland verschickte SMS werden um die Hälfte günstiger, Sprachtelefonie wird sekundengenau abgerechnet und die Gesprächskosten fallen. Als Verhandler der Europäischen Volkspartei habe ich eine Fortsetzung der Roaming-Erfolgsgeschichte durchsetzen können, die den Verbrauchern direkt nützt, der Industrie nicht schadet undden Wettbewerb massiv ankurbeln wird“, so Rübig. ****

Die bereits geltende Roaming-Verordnung wird um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Am 1. Juli 2009 werden Verbraucher in ganz Europa für aktive Auslandsgespräche mit dem Handy nicht mehr als 0,516 Euro bezahlen müssen, für angenommene Gespräche 0,228 Euro (Alle Preise inkl. 20 % MwSt.). Mit der Roaming II-Regelung sinken die Kosten ab 1. Juli 2010 auf 0,468 Euro bzw. 0,18 Euro, ab 1. Juli 2011auf 0,42 Euro (aktiv) und 0,132 Euro (passiv). Auch bei im Ausland verschickten SMS purzeln die Kosten für die Verbraucher:
Ebenfalls ab 1. Juli 2009 werden Kunden nicht mehr als 0,132 Euro pro SMS bezahlen müssen, auf Großhandelsebene dürfen sich die Telekomunternehmen untereinander nicht mehr als 0,048 Euro pro im Fremdnetz verschickter Textnachricht verrechnen. „Das kann für die Kunden eine Kostenersparnis von 50 Prozent und mehr bedeuten -gerade rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien“, freut sich Rübig. Ebenso werden nicht abgehörte Nachrichten auf der Mailbox bald kostenfrei. „Bislang hat jeder Handy-Kunde auch für Mailbox-Nachrichten gezahlt, die er gar nicht abgehört hat. Das hat das Europaparlament jetzt abgeschafft.“

Eine faire Kostenabrechnung garantiert das Europaparlament auch durch die beschlossene sekundengenaue Abrechnung der Gesprächsdauer. „Bislang haben die Telekom-Unternehmen bei Auslandsgesprächen die erste Minute (danach 30 Sekunden Taktung) in jedem Fall voll verrechnet auch wenn nur 15 Sekunden gesprochen wurde. Ab 1. Juli wird den Verbrauchern, die im Ausland ein Gespräch auf ihrem Handy annehmen, eine sekundengenaue Abrechnung ab der ersten Sekunde garantiert, für aktive Gespräche wird die erste halbe Minute voll verrechnet, ab dann greift ebenfalls eine sekundengenaue Abrechnung. Auch das wird die Gesprächskosten drastisch absenken und den Verbrauchern eine faire Kostenstruktur bringen“, so Rübig.

Abschließend informiert Rübig über die Neuregelung im Bereich des Datenroaming. Ab 1. Juli 2009 dürfen Telekomunternehmen untereinander nicht mehr als 1,20 Euro (inkl. 20 %) pro Megabyte verrechnen, diese Kosten sinken ab 1. Juli 2010 auf 0,96 Euro und
ab 1. Juli 2011 auf 0,60 Euro pro Megabyte. „Den Verbrauchern kommen schärfere Transparenzvorschriften zugute. Jeder Handykunde kann sich entscheiden, ob er ab Downloadkosten von 50 Euro ein Warn-SMS erhalten möchte oder ob mit Erreichen dieser Grenze der Datentransfer automatisch abgebrochen werden soll. Das wird Rechnungsschocks effektiv vorbeugen, lässt jedem Kunden aber dennoch die Freiheit, sich zu einer Fortsetzung des Datenroamings
zu entscheiden - nur eben im Wissen seiner verbrauchten Kosten“, so Rübig abschließend.

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