Faymann "Die Gesellschaft von morgen wird von der Jugend von heute gebaut"

Für die Zukunft braucht es eine starke Arbeiterkammer und ArbeitnehmervertreterInnen

Wien (SK) - Bei der Jugendauftaktveranstaltung des FSG zur Arbeiterkammer-Wahl am Dienstag im Siemens Forum starteten die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen mit AK-Präsident Herbert Tumpel in den AK-Wahlkampf. Volle Unterstützung für die AK-Wahl garantierten Bundeskanzler Werner Faymann und Sozialminister Rudolf Hundstorfer mit ihrer Anwesenheit. Weitere Ehrengäste waren unter anderem die Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. Die zentralen Themen der Veranstaltung waren die AK-Wahl sowie die Zukunft der Jugendlichen in Österreich. ****

Werner Faymann machte in seinen Grußworten darauf aufmerksam, wie wichtig die Arbeiterkammer für die Politik sei, denn bei Interessensfragen junger Menschen, wie zum Beispiel Ausbildungsgarantie, steigende Arbeitslosigkeit oder Gesetze, die junge Menschen besonders betreffen, werden auch oft ExpertInnen der Arbeiterkammer zu Rate gezogen. "Die Arbeiterkammer ist nicht nur Denkfabrik für eine gerechte Gesellschaft, sie hat auch den wichtigen Röntgenblick und bietet viele Serviceleistungen", so Faymann. Der Bundeskanzler wies darauf hin, dass "diese Strukturen auch auf europäischer Ebene verankert werden müssen, um ein sozialeres Europa zu schaffen". Der Kanzler betonte in seiner Rede, dass die Jugend in der heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle spiele, denn "die Zukunft der Gesellschaft von morgen wird von der Jugend von heute gebaut". "Wir müssen sehr genau auf die Zukunftschancen der Jugendlichen Rücksicht nehmen, dazu bedarf es starker Partner wie der AK, denn letztlich geht es um uns alle", so Faymann.

Mit Sozialminister Hundstorfer wurde während der Veranstaltung ein Wordrap durchgeführt. Der Minister wurde gebeten, zu verschiedenen Themen Stellungnahmen abzugeben. "Ich selber habe über 40 Jahre lang Gewerkschaftsarbeit mitgemacht. Es ist wesentlicher Bestandteil unseres Arbeitsleben, uns als Interessensvertreter dafür einzusetzen, dass es nachfolgenden Generationen besser geht", so der Bundesminister. Des Weiteren betonte Hundstorfer, "Jugendarbeitslosigkeit sei Hoffnungslosigkeit und die dürfe nicht eintreten". Der Minister versprach: "Jeder Jugendliche, der im Sommer eine Lehrstelle sucht, wird eine bekommen". Dieses Vorhaben werde einerseits durch die Zusammenarbeit mit den Betrieben, andererseits mit überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen umgesetzt werden. Hundstorfer unterstrich, dass "gute Ausbildung eine Zukunftschance ist, in dieser Arbeitswelt weiterzukommen". Abschließend meinte Hundstorfer, dass es in der Gewerkschaftsarbeit viele faszinierende Aufgaben gäbe, sich für andere Menschen solidarisch einzusetzen. "Und auch wenn es oft frustrierend ist, zahlt es sich aus mitzumachen".

Der Präsident der AK, Herbert Tumpel, sprach über die Probleme, mit denen sich Jugendliche gegenwärtig konfrontiert sehen, wie zu wenig Lehrstellen und deren Qualität. Er sprach, wie Hundstorfer zuvor, über das überbetriebliche Ausbildungsprogramm, welches gerade vom Sozialminister umgesetzt wird. "Wir wollen eine gediegene und gute Ausbildung, welche Chancen bietet die die Zukunft braucht", so Tumpel. Der AK-Präsident bekräftigte, "es sei im Interesse aller, dass heute gute Ausbildung statt findet, so dass in zehn Jahren die qualifiziertesten FacharbeiterInnen in unserem Land sind". Ebenfalls wichtig für Tumpel ist, das Konzept der Qualität im Bereich der Schule, der Lehre und der Ausbildung zu erhalten und auszubauen. Das Geld, um das Vorhaben zu realisieren, ist laut Tumpel vorhanden. "Wir sind gefordert, mit einer starken Arbeiterkammer der Krise entgegen zu treten und gemeinsam für eine gerechte Gesellschaft zu kämpfen", so der Präsident der AK. Abschließend machte Tumpel, wie auch seine Vorredner Faymann und Hundstorfer, darauf aufmerksam, wie wichtig die Beteiligung an der AK-Wahl sei, denn "für die Zukunft muss es eine starke AK sowie starke ArbeitnehmervertreterInnen geben". (Schluss) ab

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