HTU Graz: Grundidee des Bologna-Prozesses nicht aus den Augen verlieren

Report "Bologna With Student Eyes 2009" zeigt, dass bei der Umsetzung des Reform-Programms Defizite bestehen. Minister zum Handeln aufgefordert

Graz (OTS) - Heute hat die European Students´ Union (ESU, europäische Studierendenvertretung) den Report "Bologna With Student Eyes 2009" veröffentlicht. In dem Papier wird auf die Probleme bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses eingegangen. Seit 1999 wird in 46 europäischen Ländern an der Reform gearbeitet, die höhere Qualität, Chancengleichheit auf allen Ebenen und barrierefreie Ausbildung für alle Studierenden in Europa zum Ziel hat.

Während in der Vergangenheit das Hauptaugenmerk auf strukturelle Reformen wie die Einführung des Bachelor/Master-Systems gelegt wurde, blieben inhaltliche Forderungen wie jene nach mehr Mobilität, studentischer Mitbestimmung und soziale Aspekte auf der Strecke. Nach zehn Jahren müssen Studierende immer noch mit großen Hürden -finanzieller, sozialer und geschlechtsspezifischer Natur - kämpfen.

"Wir appellieren deshalb an Wissenschaftsminister Hahn, sich auch in Österreich wieder auf die Grundidee des Bologna-Prozesses zu besinnen - einheitlicher Hochschulraum, Vergleichbarkeit, Mobilität, Hürden abbauen, gemeinsam stärker werden - um in den nächsten zehn Jahren das Ziel eines europaweiten Bildungsraumes auf hohem Niveau zu erreichen", erklärt Christian Dobnik, Vorsitzender der HTU Graz im Hinblick auf die Ministerkonferenz zum Bologna-Prozess am 28. und 29. April in Belgien.

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