Scheele: Allgemeine Wohnbeihilfe dringend notwendig

Viele Menschen können sich das Wohnen nicht mehr leisten

St. Pölten (SPI) - Morgen wird im NÖ Landtag der Antrag der SPÖ auf Einführung einer allgemeinen Wohnbeihilfe behandelt. "Derzeit haben nur jene Menschen mit geringem Einkommen, die in einer geförderten Wohnung leben, die Möglichkeit eine Wohnbeihilfe bzw. einen Wohnzuschuss zu erhalten. Damit werden aber viele Menschen von dieser wichtigen Sozialleistung ausgeschlossen, die diese dringend benötigen würden, weil sie eben in irgendeiner anderen Mietwohnung leben", erläutert NÖ Soziallandesrätin Mag. Karin Scheele die Situation. ****

"Wir haben es hier nicht mit irgendeiner abstrakten Fragestellung zu tun, sondern mit den Schicksalen von Menschen wie Frau B. Sie bewohnt eine private Mietwohnung mit 45 m2 mit ihrem zweijährigen Kind. Frau B. bezieht Kinderbetreuungsgeld, Unterhaltsvorschuss und Familienbeihilfe und hat ein Familieneinkommen von 917 Euro, davon zahlt sie 327 Euro Miete und nochmals rund 50 Euro für Strom. Sie braucht also ca. 40 % des Einkommens für die Wohnung! Ihr bleiben bei angenommenen weiteren Fixkosten von auch nur 150 Euro für Kommunikation, Versicherungen oder Ähnliches nur noch weniger als 200 Euro als Pro-Kopf-Lebensbedarf! Mit einem solchen Betrag ist eine Teilnahme am kulturellen und sozialen Leben nicht mehr möglich. Dinge wie ein Auto oder gar Urlaub sind ohnehin vollkommen unvorstellbar", schildert LRin Scheele eines von zahlreichen Beispielen.

Bereits in 6 Bundesländern gibt es eine allgemeine Wohnbeihilfe. "Auch die ExpertInnen der ARGE Wohnen, die genau wissen, wo die Menschen der ‚soziale Schuh’ drückt, fordern eine solche Beihilfe seit Langem. Es wäre schade, wenn Niederösterreich bei dieser für so viele Menschen wichtigen sozialen Leistung hinterherhinken würde. Denn durch die von der SPÖ-Niederösterreich geforderte allgemeine Wohnbeihilfe könnten zahlreiche Delogierungen und Wohnungsverluste verhindert werden", so LRin Scheele abschließend.
(Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

Rita Klement
Pressereferentin

rita.klement@noel.gv.at

0676/7007309
02742/9005/12560

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001