FPÖ-Kitzmüller zu Unterrichtsnovelle: Bildung unserer Kinder sollte höchstes Gut sein

"SPÖ und ÖVP sind nicht bereit, zum Wohl unserer Kinder zu reformieren"

Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute die Landesparteiobmann-Stellvertreterin der FPÖ Oberösterreich und Familiensprecherin des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Anneliese Kitzmüller an der von der Bundesregierung geplanten Unterrichtsnovelle. "Die von SPÖ und ÖVP vorgelegte Novelle ist lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, sie ändert nichts an der grundsätzlich verfehlten Schulpolitik in diesem Land. Sie ist zahnlos und bestenfalls ein bisschen Kosmetik."

Als Beispiel von den vielen Missständen im Schulbereich nannte die FPÖ-Familiensprecherin das Schulleiterauswahlverfahren: "Ein pädagogisch höchst qualifizierter Lehrer kann in kleinen Schulen zum Glück noch unterrichten. Seine Qualifikation kommt somit den Kindern weiter zu Gute. Ganz anders ist es jedoch in großen Schulen. In diesen wird sein Talent verschwendet, denn er ist da dann nur mehr 'Verwalter'. Und was ist, wenn dieser Lehrer nicht die erforderliche Qualifikation besitzt, er aber nur der einzige Bewerber ist? Dann ist es auch egal, denn dann wird er Direktor."

Kitzmüller stellte die Frage in dem Raum, "ob dies der Weg ist, den SPÖ und ÖVP in Zukunft beschreiten wollen. Sollte die Bildung unserer Kinder nicht unser höchstes Gut sein?" Des weiteren kritisierte sie, dass Lehrer, die ihre Ausbildung und ihre Spezialgebiete in ganz anderen Unterrichtsfächern haben, auf Grund falscher Personalpolitik ressortfremde Gegenstände unterrichten müssen. "Rot und Schwarz sind also damit einverstanden, dass die Kinder von einem nicht ausgebildeten, nicht geprüften Lehrer in Mathematik, Physik, Deutsch oder Geschichte unterrichtet werden. Wenn hier ein engagierter Lehrer zum 'Handkuss' kommt, haben die Kinder ja Glück gehabt, aber was ist, wenn nicht? Aus freiheitlicher Sicht sind derartige Missstände weder für die Schulen, noch für die Lehrer und schon gar nicht für unsere Kinder tragbar. Aber mehr als offensichtlich ist es, dass die Regierungsparteien nicht bereit sind, zum Wohl unserer Kinder zu reformieren", schloss Kitzmüller.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005