Seilbahnen Österreichs starten energiegeladen in die Zukunft

Die Seilbahnen Österreichs als wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Alpintourismus - Stimmungsbarometer: Branche optimistisch trotz Wirtschaftkrise

Wien (PWK294) - Der vorherrschenden Wirtschaftskrise stehen die Seilbahnunternehmen Österreichs sehr optimistisch entgegen. Eine repräsentative Befragung von 62 (der insgesamt 261) Unternehmen im März 2009 ergab, dass die Seilbahnunternehmen ihre Investitionsvolumina 2008/09 nur geringfügig (um rund EUR 24 Mio.) auf EUR 526,2 Mio. gekürzt haben.

Dr. Erik Wolf: "Unsere Unternehmer sind trotz steigender Kosten und der vorherrschenden Wirtschaftskrise sehr positiv eingestellt. Die Seilbahnbranche ist eine visionäre und innovative Branche, die auch weiter investieren will und - was den Umsatz betrifft -optimistisch in die neue Saison geht."

Österreichs Seilbahnwirtschaft leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Tourismuswirtschaft und zum jährlichen Volkseinkommen und sichert über 14.000 Arbeitsplätze. Steigende Umsatzzahlen und die Zufriedenheit der Wintersportgäste sind der Beweis dafür, dass die Investitionsentscheidungen der vergangenen Jahre richtig waren. So konnte die Branche auch im Winter 2008/09 bis Ende März mit einem Kassenumsatz von 1.045,7 Mio. Euro einen erneuten Rekord erzielen.

Ein Blick in die Bilanzzahlen offenbart jedoch, dass sich die Spanne zwischen Aufwendungen und Umsätzen in den vergangenen Jahren teilweise so verringert hat, dass viele Betriebe nur durch außerordentliche Erträge gewinnbringend wirtschaften konnten.

Energiemanagement soll steigende Kosten senken

"Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Kostenoptimierung ist im Bereich der Herstellungskosten, bei der Instandhaltung und im Personalbereich eine kontinuierliche Kostensteigerung zu beobachten. Dieser Aufwand ist jedoch zum größten Teil erforderlich, um unseren Gästen maximale Sicherheit und die hohe Qualität der Anlagen und Dienstleistungen weiterhin bieten zu können. Im Energiebereich sehen wir ein Optimierungspotential. Durch ein komplexes und profitables Energiemanagement sollen daher künftig weitere Kosten reduziert und vorhandene Energieressourcen noch besser genutzt werden", erklärt Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs.

Allein die steigenden Energiepreise im Vergleich der Wintersaison 2005/06 (EUR 56,4 Mio.) und der Saison 2006/07 (EUR 64,8 Mio.) verdeutlichen die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen. Betrug der hochgerechnete Energieaufwand eines Betriebstages in der Saison 2005/06 im Schnitt EUR 1.709,--, so stieg dieser in der Folgesaison aufgrund steigender Indices, Energie- und Betriebsstoffkosten auf EUR 2.331,--.
Grund genug für die Seilbahnen Österreichs, sich künftig in einem gemeinsamen Projekt dem Energiemanagement seiner Seilbahnanlagen zu widmen.

Dr. Erik Wolf: "Effizientes Energiemanagement bedeutet den gleichen Nutzen mit weniger Energieeinsatz zu erzielen. Die Vermeidung von Energieverlusten und der Einsatz von energieeffizienten Technologien im laufenden Betrieb helfen, nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch wesentliche die Umwelt betreffende Akzente zu setzten. Damit nehmen die Seilbahnen Österreichs wieder eine Vordenkerrolle ein und werden ihrer ökologischen Verantwortung gerecht".

Ein automatisches Energiecontrolling und externe Berater können helfen, Schwachstellen zu finden. In einem gemeinsamen Projekt, das im Rahmen der stattfindenden Seilbahntagung ins Leben gerufen werden soll, will der Fachverband der Seilbahnen Österreichs zusammen mit seinen Mitgliedsunternehmen einen gemeinsamen Weg für ein strategisches Energiemanagement einschlagen.
Eine Branchenanalyse zur Energieeffizienz und ein Benchmarkingsystem sollen hierbei helfen, Maßnahmen zur Optimierung des Energieeinsatzes zu finden, die bei den Betrieben künftig umgesetzt werden können.

Seilbahntagung im Zeichen von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Die vom 22. bis 23. April in Innsbruck stattfindende Seilbahntagung widmet sich verstärkt dem Thema "Energieeffizienz und Nachhaltigkeit" im Betrieb der österreichischen Seilbahnunternehmen. Im Rahmen der Tagung soll das Thema mit einem Energieberater beleuchtet und ein erster gemeinsamer Weg für ein branchenumfassendes Energiemanagement gefunden werden. (JR)

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