Neues Volksblatt: "Schulden" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 20. April 2009

Linz (OTS) - Offensichtlich hatte man mit mehr Zuspruch gerechnet, denn ab der Mitte war der große Saal im Linzer Design Center beim Landesparteitag der SPÖ Oberösterreich recht schütter besetzt. Eine machtvolle Demonstration ist anders, da mögen die Reden noch so kriegerisch klingen.
Auch Landeshauptmann Josef Pühringer, der auf dem, SPÖ-Parteitag heftig und untergriffig attackiert wurde, spricht in diesen Tagen viel vom Kampf. Doch während sich SPÖ-Chef Erich Haider und Genossen mit den politischen Gegnern befassen, geht es beim Kampf von ÖVP-Obmann Josef Pühringer gegen die Arbeitslosigkeit.
Das ist der Unterschied!
Nein, nicht der Unterschied, sondern ein Unterschied. Denn auch in der Finanzpolitik haben Pühringer und Haider wenig gemeinsam. Haider verspricht auf Teufel komm raus, in der Hoffnung, damit Landeshauptmann werden zu können, Pühringer versucht, trotz den Konjunkturpaketen die Landesfinanzen zusammen zu halten.
Über die Finanzierung seiner Versprechen ließ Haider keinen Zweifel:
Zu Beginn des Parteitags wurde die denkwürdige Kreisky-Rede eingespielt, wonach ihm Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten als Arbeitslose.
Dass das Ende Arbeitslose und Schulden waren, ficht die oö. Genossen nicht an.
Schulden als Programm!

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