Polizeigewerkschaft: Verantwortliche verschließen die Augen

Gründe für Entwicklung der Kriminalstatistik liegen auf der Hand

Wien (PG/ÖGB) - Machtpolitik, Zahlenspiele und Spargedanken haben dazu geführt, dass die Kriminalstatistik nicht mehr so rosig aussieht, wie noch vor geraumer Zeit.++++

Die Gründe liegen laut Hermann Greylinger, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, auf der Hand: "Die Reformen der vergangenen Jahre sind fast zur Gänze an der Realität vorbei gegangen. Es ist unmöglich, die Kriminalität schablonenhaft zu bekämpfen, es ist unmöglich, auf 'Spezialisten' zu verzichten. Regionale Unterschiede und Entwicklungen wurden und werden negiert, personelle und materielle Mittel stehen nicht ausreichend zur Verfügung".

Dafür tragen, so der Polizeigewerkschafter, auch jene die Verantwortung, die jetzt die 'schlechten' Zahlen kritisieren und den Kolleginnen und Kollegen in Dauereinsätzen alles abverlangen.

Greylinger: "Wir arbeiten nicht dafür, dass sich politisch Verantwortliche mit Zahlen und Statistiken schmücken können, sondern für die Menschen, die Bevölkerung und deren Sicherheit. Ich zolle der Kollegenschaft Anerkennung für die Leistungen, die sie täglich trotz widrigster Umstände erbringen."(ff)

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