ÖGJ-Kongress: Bildungswegorientierung für alle 10- bis 15-Jährigen

Jürgen Michlmayr als Vorsitzender wiedergewählt

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Umfassende Berufs- und Bildungswegorientierung in allen Schulformen der Pflichtschulzeit, egal ob Hauptschule, AHS-Unterstufe, Neue Mittelschule oder Sonderschule, forderten die Delegierten zum 31. Bundesjugendkongress des ÖGB am Samstag im Wiener Museumsquartier. Das Bildungssystem müsse durchlässiger werden, dafür müssen einzelne Teilqualifikationen verschiedener Ausbildungswege wechselseitig anerkannt werden, zum Beispiel schulisch erworbene Kompetenzen in einer Lehre und umgekehrt.++++

Ausbildungsgarantie muss wirklich für alle gelten

Jürgen Michlmayr, mit 96,7 Prozent zum Vorsitzenden der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) wiedergewählt, forderte in seiner Rede die rasche und vollständige Umsetzung der Ausbildungsgarantie: "Ausbildungsgarantie für alle unter 18-Jährigen heißt für mich, dass auch wirklich kein einziger Jugendlicher unter 18 auf der Straße sitzt."

Aber auch für die 18- bis 25-Jährigen fordert er Maßnahmen: "Junge Fachkräfte und niedrig qualifizierte ArbeitnehmerInnen unter 25 waren die ersten, die die Krise zu spüren bekamen - indem sie ihren Job verloren haben. Diese Leute können nichts für die Krise. Vor allem für sie brauchen wir eine Weiterbildungsgarantie."

Die Delegierten beschlossen weiters Forderungen nach einer Verkürzung der Probezeit für Lehrlinge auf einen Monat, eine Mindestlehrlingsentschädigung für Branchen ohne Kollektivvertrag, sowie Verbesserungen in der betrieblichen Interessenvertretung der Jugendlichen: alle Lehrlinge sollen die Jugendvertrauensräte wählen dürfen, auch wenn sie über 18 Jahre alt sind, ebenso alle ArbeitnehmerInnen unter 21 Jahre.

Zeichen gegen Rechts setzen

Michlmayr rief dazu auf, ein Zeichen gegen in letzter Zeit verstärkt zu beobachtende Übergriffe der rechten Szene zu setzen. "Rechte Organisationen wollen am 1. Mai in Linz aufmarschieren mit dem Ziel, Hass zu schüren. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen und gehen wir am 30. April unter dem Motto ‚Lichter gegen Rechts’ auf die Straße."(fk)

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