Neues Volksblatt: "Nervosität" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 16. April 2009

Linz (OTS) - Nein, über das Gesudere einiger Genossen hat sich SPÖ-Chef Werner Faymann öffentlich noch nicht ausgelassen.
Aber Gedanken darüber, wie schnell man vom roten Messias, der die Partei von Alfred Gusenbauer erlöst hat, zu einem ganz gewöhnlichen Parteivorsitzenden wird, dem die Herzen der Genossen nicht uneingeschränkt zufliegen, dürfte sich der Kanzler schon machen. Immerhin: Während er das Ende der Vermögenssteuer-Debatte dekretiert, richtet ihm Parteifreund Erich Haider aus, dass diese Diskussion erst anfange. Die roten Lehrergewerkschafter scheren sich einen Deut um die Genossin Unterichtsminsterin und lehnen deren Pläne ab. Und: Vom Wahlsieger Faymann, der der SPÖ mit deren schlechtestem NR-Wahlergebnis die Kanzlerschaft erhalten hat, bröckelt der Lack -trotz Unterstützung durch den Zeitungsboulevard. Während laut market 66 Prozent der Österreich glauben, dass Josef Pröll eher oder auf jeden Fall klare Vorstellungen hat, wie es in Österreich weitergehen soll, sagen das nur 57 Prozent von Faymann. Und laut OGM liegt Pröll in der Frage der Kanzler-Direktwahl vor Faymann.
Gewiss, alles Momentaufnahmen. Aber als Anlass für Nervosität reichen sie allemal aus.

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