Anti-Korruptionsbestimmungen: Hochrangige Sportdelegation bei BM Mag. Bandion-Ortner

Wien (OTS) - BSO-Präsident Dr. Peter Wittmann:" Eine klare gesetzliche Regelung zur Korruptionsbekämpfung, die Rechtssicherheit herstellt, ist notwendig um dem Sport und den Sportveranstaltungen, insbesondere auch deren Sponsoren nicht zu schaden."

Eine hochrangige Delegation aus Vertretern des organisierten Sports (BSO-Präsident Dr. Peter Wittmann, Vizepräsidentin der Sportunion und Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien AG Mag. Bettina Glatz-Kremsner, ÖSV GS Dr. Klaus Leistner, ÖHB Präsident und BSO-Vizepräsident Gerhard Hofbauer, der GF der Österreichischen Sporthilfe Toni Schutti, der interimistische GS des ÖOC Mag. Matthias Bogner, BSO GS Mag. Barbara Spindler, Event-Veranstalter Harti Weirather) sprach heute mit Justizministerin
Mag. Bandion-Ortner über die Präzisierung und zukünftige Ausgestaltung der Anti-Korruptionsbestimmungen.

7% des Bruttoinlandsproduktes werden durch den Sport generiert. Annähernd jeder zehnte heimische Arbeitsplatz wird vom Sport geschaffen. Alleine diese beiden Zahlen zeigen den hohen Stellenwert des Sports in Österreich.

Österreich genießt in der internationalen Sportwelt den Ruf als ein Gastgeberland, welches für Professionalität, perfekte Organisation sowie für gelebte Gastfreundschaft steht. Auf dieser Grundlage war und ist Österreich Austragungsort vieler Großsportveranstaltungen. Von den Wintersportveranstaltungen im Alpinen und Nordischen Bereich, über die erfolgreiche Ausrichtung der UEFA EURO 2008TM, bis hin zum Beachvolleyball Grand Slam am Wörthersee oder die im Jahre 2010 stattfindende Handball Europameisterschaft - Österreich bietet immer wieder internationale Sportevents auf höchstem Niveau.

Sponsoren und Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen sind die Basis, um solche Sportereignisse überhaupt erst zu ermöglichen. Ohne sie hätte man weder die nötigen Mittel, noch die geforderten infrastrukturellen Notwendigkeiten zur Verfügung.

Auswirkungen der Anti-Korruptionsbestimmungen auf den Sport

Die letztes Jahr im Parlament verabschiedeten Anti-Korruptionsbestimmungen sind ein wichtiger Schritt um Bestechungen und Korruption einen Riegel vorzuschieben. Die Vertreter des Sports verurteilen jede Form dieser unerlaubten Handlungen. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Anti-Korruptionsbestimmungen zu Rechtsunsicherheiten geführt haben und dadurch Sponsoren von der Unterstützung derartiger Sportveranstaltungen absehen.

Sponsoren, Wirtschaftstreibende, Tourismusvertreter, Veranstaltungsregionen und Sportverbände nützen die Plattform der sportlichen Events zur Kontaktpflege, Kundenbetreuung und Repräsentation. Genau hier werden die Unterstützer und Förderer des Sports aber immer wieder mit den Anti-Korruptionsbestimmungen konfrontiert. Die Österreichische Bundes-Sportorganisation möchte daher auch einen Sponsorenworkshop veranstalten, der den Sponsoren Gelegenheit geben soll, rechtliche Unklarheiten zu definieren und ihre Anliegen vorzubringen.

Beim heutigen Besuch im Justizministerium meinte BSO-Präsident Dr. Peter Wittmann: "Eine Präzisierung der Anti-Korruptionsbestimmungen ist notwendig, um die Attraktivität Österreichs als Gastgeberland für Sportgroßveranstaltungen auch in Zukunft sicherzustellen". "Mag. Bettina Glatz-Kremsner ergänzend dazu: "Die derzeit gültigen Bestimmungen zeigen bereits negative Auswirkungen auf das Vereins-, und Funktionärsleben in Österreich. Aber auch für die Österreichischen Lotterien, als größter Sponsor des heimischen Sports, wird es aufgrund der rechtlichen Unsicherheiten schwieriger, den Sport in bewährter Weise zu unterstützen." Toni Schutti sieht die Notwendigkeit in der Präzisierung des "Amtsträgerbegriffes": "Die Österreichische Sporthilfe als gemeinnütziger Verein und ohne öffentliche Zuwendungen hat laut den Statuten für die Mittelaufbringung u. a. auch Veranstaltungen vorgesehen. Als Veranstalter der Sportlerwahl des Jahres ist es für uns erforderlich, Personen aus dem Kreis der bisherigen "Amtsträger" einzuladen, da diese zu den Säulen des Sports in Österreich gehören." Dr. Klaus Leistner: "Große Sportveranstaltungen haben für Sponsoren den Charakter einer Messe-, und Kommunikationsplattform und für Österreich ist die Gastgeberrolle als Tourismusland natürlich besonders wichtig." Harti Weirather betonte das emotionale Erlebnis vor Ort "dies ist für unsere Sponsoren und Kunden sehr wichtig, speziell das Hahnenkammrennen bietet dabei auch eine hervorragende Kontaktplattform". Gerhard Hofbauer wies in Hinblick auf die Handball EM 2010 darauf hin, dass diese Veranstaltung eine Reichweite von über einer Milliarde Zusehern haben wird, "für Österreich ein unbezahlbarer Werbewert".

Bundesministerin zeigt großes Verständnis für die Anliegen des Sports Bundesministerin Mag. Bandion-Ortner zeigte großes Verständnis für die Anliegen des österreichischen Sports und stellte eine Präzisierung der Bestimmungen in Aussicht."Die Steuerung des Verhaltens setzt das konkrete Wissen über die Grenzen der Strafbarkeit voraus. Gerade auch im Bereich des Sponsorings von Veranstaltungen - sei es im Bereich des Sports oder der Kultur - gibt es seit dem Inkrafttreten des Korruptionsstrafrechts beträchtliche Unsicherheit. Jeder soll wissen, was erlaubt ist und was nicht. Wir arbeiten daher gerade intensiv an einer notwendigen Präzisierung des Korruptionsstrafrechts. Korruption ist mit allem Nachdruck zu bekämpfen. Es kann allerdings nicht Ziel von Korruptionsbestimmungen sein, jede Sponsoring-Leistung und Unterstützung des Sports in die Nähe kriminellen Verhaltens zu rücken.", so die Justizministerin zu den Vertretern des Sports.

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