Wurm zu Equal Pay Day 09: Mehr Transparenz der Einkommen notwendig

Wien (SK) - "Die Verringerung der Einkommensunterschiede steht auf der Agenda der SPÖ-Politik ganz oben. Denn wir wollen nicht länger hinnehmen, dass Frauen für den gleichen Job bei gleicher Qualifikation immer noch bis zu 40 Prozent weniger verdienen", erklärte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm anlässlich des morgigen "Equal Pay Day 2009". Einer der Gründe für noch immer steigende Gehaltsunterschiede ist die fehlende Transparenz der Gehälter. Deshalb sei auch die Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes für Gleichstellung so wichtig, der unter Federführung von Frauenministerin Heinisch-Hosek ausgearbeitet wird und ein ganzes Maßnahmenbündel enthalten wird, betonte Wurm. Die Transparenz der Einkommen und Offenlegung von Gehältern müsse offensiv angegangen werden, forderte die SPÖ-Frauensprecherin. ****

Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern hänge aber auch stark mit der Konzentration auf bestimmte Berufe zusammen und diese beginnt bereits in der Schule. Hier müsse angesetzt werden, um die Konzentration von Mädchen und Burschen auf wenige Lehrberufe zu verhindern. Noch immer wählen 59,3 Prozent der Mädchen einen der fünf häufigsten Lehrberufe: Einzelhandel, Friseurin, Bürokauffrau, Restaurant, Köchin. Lehrberufe mit einem hohen Mädchenanteil weisen eine geringere Bezahlung auf als Lehrberufe, bei denen der Anteil der Burschen sehr hoch ist.

Der Unterschied in der Lehrlingsentschädigung setze sich mit Dauer der Lehre fort und macht sich auch bei den Einstiegsgehältern nach absolvierter Lehre bemerkbar. Wurm wies darauf hin, dass hier der nächste Woche stattfindende Girls´ Day Mädchen die Chance biete, durch aktive Teilnahme und Einbindung in den Arbeitsalltag sowie durch Gespräche mit ExpertInnen Einblicke in Jobs zu bekommen, die nicht als "klassische Frauenberufe" gelten.

Weiters hängt der Zugang von Frauen zu ganztägigen, ausreichend bezahlten Jobs untrennbar mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammen. Daher müssen die Bundesländer auch rasch die Krippenplätze für die Unter-Dreijährigen ausbauen, erneuerte Wurm ihre Forderung. Die Bundesregierung zahle diesbezüglich jährlich 15 Millionen Euro an die Länder. Mit diesem Geld werden auch ganz bewussst Ganztagesplätze mit langen Öffnungszeiten am höchsten gefördert. Denn es soll nicht nur das Angebot für die Kinder verbessert werden, sondern damit auch dem Wunsch einer großen Mehrheit der österreichischen Frauen Rechnung getragen werden.

"Unser Ziel ist, dass die Frauen einkommensmäßig endlich mit den Männern gleichziehen und sich der 'Equal Pay Day' sich irgendwann erübrigt", so die SPÖ-Frauensprecherin abschließend. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005