Sportausschuss: zusätzliche Mittel für Vereine und Breitensport Minister Darabos soll Bericht über "Weißbuch Sport" vorlegen

Wien (PK) - Heute Nachmittag fand eine Sitzung des Sportausschusses statt, in der zunächst ein S-V-F-G-Antrag betreffend die Änderung des Bundes-Sportförderungsgesetzes einstimmig beschlossen wurde. Durch diese Novelle soll sichergestellt werden, dass frei werdende Fördermittel für eine flächendeckende Basisförderung im Breitensport, für innovative Projekte und für die Professionalisierung im Spitzensport verwendet werden sollen.

Abgeordneter Peter Haubner (V) sprach von einer Übergangsregelung, zumal an einer grundlegenden Neuordnung der Förderstrukturen, die ab 2011 umgesetzt werden soll, gearbeitet wird. Die zusätzlichen Mittel, die auf die höheren Lotterieeinnahmen zurückzuführen sind, sollen seiner Meinung nach vor allem die Sponsorenausfälle in den Vereinen kompensieren und für neue Gesundheits- und Bewegungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Die Abgeordneten Dieter Brosz (G) und Kurt List (B) interessierten sich dafür, für welche konkreten Projekte bzw. Bereiche die Mittel verwendet werden sollen.

Bundesminister Norbert Darabos bedankte sich für den Vier-Parteien-Antrag, weil er dadurch die Möglichkeit erhalte, schneller als bisher auf die aktuellen Bedürfnisse im Sportsektor zu reagieren. Es sei eine Tatsache, dass auch viele Vereine von der Wirtschaftskrise betroffen sind und weniger Sponsorengelder erhalten. Auch erfolgreiche Verbände, etwa der Schwimmverband, klagen über finanzielle Schwierigkeiten, erklärte der Minister. Da mit den einzelnen Dachverbänden noch keine Gespräche geführt wurden, könne er nicht genau sagen, wofür die Mittel verwendet werden. Er setze sich jedoch dafür ein, dass die Beschickung von internationalen sportlichen Großereignissen vor allem im Nachwuchsbereich oder die Professionalisierung von Spitzensportveranstaltungen finanziell unterstützt werden sollen. Eine ausgearbeitete Richtlinie soll im Mai vorliegen, kündigte Darabos an.

Weiters auf der Tagesordnung stand ein S-V-Entschließungsantrag, in dem Sportminister Darabos ersucht wird, unter Einbindung der Österreichischen Bundessport-Organisation, der Dach- und Fachverbände sowie des Österreichischen Olympischen Comités und des Behindertensportverbands dem Nationalrat einen Bericht bis Jahresende vorzulegen, in dem die Anregungen und Empfehlungen aus dem "Weißbuch Sport" bewertet und Umsetzungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden.

Abgeordneter Johann Maier (S) hielt es für absolut notwendig, eine österreichische Position hinsichtlich des "Weißbuchs Sport" zu entwickeln. Während einige Punkte zu 100 % zu unterstützen sind (z.B. in der Frage des Dopings), müsse man andere kritisch hinterfragen. Abgeordneter Peter Haubner (V) erinnerte schließlich noch daran, dass ein Antrag zu diesem Thema bereits in der letzten Legislaturperiode eingebracht wurde. In der Zwischenzeit sei aber viel passiert und es wurde auch schon ein Grundlagenpapier ausgearbeitet. - Der Entschließungsantrag wurde einstimmig angenommen. (Schluss)

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