BZÖ-Lugar: Keine Angst vor Krugman-Thesen und Staatsbankrott

Regierung hat Handlungsbedarf bei Ostkrediten

Wien (OTS) - Die Warnungen des Starökonomen Paul Krugman vor einem drohenden Staatsbankrott müssen differenziert betrachtet werden. "Einerseits ist Panikmache unangebracht, Österreich ist nicht pleite. Krugmans überzogenen Aussagen schädigen daher unnötigerweise die Kreditwürdigkeit Österreichs. Andererseits sind die Ostrisiken der österreichischen Banken evident", stellt BZÖ-Wirtschaftssprecher Robert Lugar klar.

Der Aufbau in Osteuropa wurde in geradezu abenteuerlicher Weise finanziert, kritisiert Lugar. Trotz aller Warnungen flossen milliardenschwere Kredite in diese Länder. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kredite ausfallen, und die österreichischen Banken mit leeren Händen dastehen, nimmt mit jedem Tag zu. Diese Verluste hätte dann wieder der Steuerzahler zu tragen.

Es muss jetzt dafür gesorgt werden, dass sofort alle Ostkredite auf ihre Werthaltigkeit überprüft werden. "Wo in Osteuropa ein Risiko besteht, lautet die Devise entweder umschulden, oder eintreiben. Krugmans Thesen werden nur dann Realität, wenn die Regierung ihre passive Haltung nicht aufgibt. Die verantwortlichen Bankmanager müssen zur Schadensbegrenzung gezwungen werden", fordert Lugar.

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