Leitl: "Krugman-Sager über Österreich falsch und fahrlässig!"

WKÖ-Chef: Wirtschaftdaten von Österreich unter den besten Europas - Triple-A-Rating nicht gefährdet - EU-interne Solidarität intakt

Wien (PWK276) - "Für die wenig fundierte Kritik von Nobelpreisträger Paul Krugman am Wirtschaftsstandort Österreich gilt das gleiche wie für die früheren unqualifizierten Äußerungen und Bewertungen von Ratingagenturen: Der Staatspleite-Sager über Österreich ist falsch und fahrlässig. Der US-Amerikaner Krugman hätte angesichts von Staatsdefizit, Immobilien- und Finanzkrise, Arbeitslosenquote, öffentlicher Verschuldung oder Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten besser daran getan zu schweigen anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich habe die Ferndiagnosen über Österreich langsam satt. " Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl sieht hinter der seit einigen Wochen immer wieder aufflackernden Österreich-Kritik vor allem einen Konkurrenzkonflikt, Neid und Missgunst: "Da gibt es nicht nur echte Sorgen um osteuropäische Staaten, da ist auch Missgunst im Spiel, weil viele ausländische Banken die positive Entwicklung der vergangenen Jahre in Osteuropa anders als heimische Geldinstitute verschlafen haben."

"Das hervorragende Triple-A-Rating von Österreich, welches erst jüngst bestätigt wurde, ist nicht in Gefahr, aber es ist ärgerlich, wenn aufgrund von unfundierter Österreich-Kritik die Risikozuschläge für heimische Anleihen wieder ansteigen sollten. Das schadet Österreich wirklich." Leitl verweist auf die grundsoliden Wirtschaftsdaten Österreichs. Sowohl bei der öffentlichen Verschuldung als auch bei Wirtschaftswachstum und Beschäftigung liege Österreich seit Jahren im Spitzenfeld der erfolgreichsten europäischen Staaten. Und seit dem vergangenen EU-Gipfel, bei dem eine Aufstockung der Zahlungsbilanzhilfe für die EU-Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa auf 50 Milliarden Euro beschlossen wurde, sei klar, dass das Prinzip der Solidarität in der EU weiter gelte und kein Mitgliedsland im Stich gelassen werde.

Leitl: "Ich lade Paul Krugman gerne nach Österreich ein, damit er sich vor Ort von der Qualität und Solidität unseres Landes überzeugen kann." So wie die Botschaften, die Notenbank oder die Geldinstitute werden auch die Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer international über den Wirtschaftsstandort Österreich informieren und Falschmeldungen entgegentreten. (RH)

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