Marek zum Equal Pay Day 2009: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf heißt bessere Chancen für Frauen

Wien (BMWFJ/OTS) - "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit", so
die Forderung von Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend heute, Mittwoch, anlässlich des Equal Pay Day 2009. "Obwohl der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen - ausgehend vom jeweiligen arbeitszeitbereinigten Medianeinkommen - in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen hat, sind wir noch lange nicht dort, wo wir hingehören. Mit dem im Regierungsprogramm festgeschriebenen Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung (NAP), der ein ganzes Bündel an Maßnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen enthält, kommen wir dem Ziel 'Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit' aber wieder ein schönes Stück näher. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt, die Sicherung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Förderung von Frauen in Spitzenpositionen."

"Immer wieder steht die Forderung der Koppelung von Frauenförderung an Wirtschaftsförderung im Raum. Aufgrund unseres Systems, das auf Projektförderungen basiert, ist es jedoch nicht Ziel führend, Förderungen mit zu vielen Zusatzbedingungen zu verknüpfen, weil damit der ursprüngliche Förderzweck aus den Augen verloren geht", so Marek. Dennoch sei es richtig, Frauenförderung nicht allein im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen zu überlassen, sondern dafür gezielt auch Instrumente der Wirtschaftsförderung einzusetzen, da es ja auch den Unternehmen selbst zugute komme. In diesem Zusammenhang erinnerte Marek an die von ihr im Jahr 2008 ins Leben gerufene "Initiative Frauenförderung" unter dem Motto "Auf Frauen verzichten, heißt Geld vernichten", bei der in Zusammenarbeit mit der aws (austria wirtschaftsservice) Unternehmen für beispielhafte Frauenförderpläne ausgezeichnet wurden. "In Zukunft soll Frauenförderung einen noch wichtigeren Stellenwert in österreichischen Betrieben und auch im Bereich der Wirtschaftsförderung einnehmen. Dafür braucht es weiterführende Maßnahmen, wie etwa die Förderung zur gezielten Unterstützung der Wirtschaft bei der Einführung und Umsetzung von Frauenförderungsmaßnahmen, die auf drei Säulen ruhen:
Bewusstseinsbildung, Beratungsförderung und Umsetzungsförderung", so die Staatssekretärin.

"Ich bekenne mich auch zur aktiven Förderung von Frauen in Spitzenpositionen. Hier brauchen wir ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen, wie etwa die im NAP vorgesehene Datenbank für Aufsichtsratsfunktionen nach norwegischem Vorbild", führte Marek weiter aus.

Eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt spiele selbstverständlich auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagte die Staatssekretärin. Diese wolle man beispielsweise mit der Einführung einer einkommensabhängigen Variante des Kinderbetreuungsgeldes ab 1. Jänner 2010, einer gezielten Beratung und Unterstützung beim Wiedereinstieg, dem laufenden Ausbau der Kinderbetreuungsangebote speziell für die Unter-Dreijährigen oder auch durch die Förderung flexibler Betreuungsangebote - wie beispielsweise Tageseltern - verbessern. Auch die kürzlich in Kraft getretene Steuerreform mit dem Entlastungspaket für Familien in Höhe von 510 Millionen Euro leiste einen wesentlichen Beitrag. "Die finanzielle Unterstützung der Familien, die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen und Maßnahmen für eine familienfreundlichere Wirtschaft - wobei das Audit 'berufundfamilie' hier ein ausgezeichnetes Tool ist - sind die wichtigsten Säulen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den kommenden Jahren voranzutreiben und somit auch die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern", so Marek abschließend.

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