Industrie und Gewerkschaft: "Unser Arbeitsplatz ist Europa"

ÖGB und IV rufen gemeinsame Plattform www.arbeitineuropa.at ins Leben - Foglar: Österreichs EU-Mitgliedschaft gerade jetzt wichtig - Sorger: EU brachte Arbeitsplätze und Wohlstand

Wien (OTS) - Mit einer gemeinsamen Initiative wollen der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die Industriellenvereinigung (IV) im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament am 7. Juni "die aktive und sachliche Diskussion über die Europäische Union weiter ankurbeln". "Unser Arbeitsplatz ist Europa" widmet sich dem Thema Beschäftigung aus Sicht der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen. Die entsprechenden Leistungen Österreichs in der EU sowie der Nutzen, den Österreich aus seiner Rolle als aktiver europäischer Partner zieht, werden in einer überparteilichen Plattform dargestellt - gemeinsam getragen von Unternehmen und BetriebsrätInnen.

Unterschiedliche Auffassungen - gemeinsames Bekenntnis

"Die Bedeutung der Europäischen Union für Österreich, seine Beschäftigten und Unternehmen, ist gerade angesichts schwieriger wirtschaftlicher Zeiten für ArbeitgeberInnen wie ArbeitnehmerInnen unbestritten. Wir mögen in Detailfragen durchaus inhaltliche Auseinandersetzungen führen und unterschiedliche Standpunkte vertreten - das Bekenntnis zu Europa, zur aktiven Auseinandersetzung mit Fragen der EU und damit auch zur Wichtigkeit der Wahlen zum Europäischen Parlament steht für uns außer Streit. Hier ziehen wir an einem Strang, und das wollen wir der Öffentlichkeit und unseren Mitgliedern mit Informationen in den Betrieben sowie Online vermitteln", betonen ÖGB-Präsident Erich Foglar und IV-Präsident Dr. Veit Sorger.

"Das gemeinsame Europa ist auch und gerade in schwierigen Zeiten unsere Zukunft. Die Europäische Union hat nicht nur Frieden und Stabilität, sondern auch Arbeitsplätze und Wohlstand gebracht", unterstreicht Sorger in diesem Zusammenhang. Auch Foglar macht deutlich, "dass Österreichs Eintritt in die europäische Union alternativenlos war. Der Euro gibt uns gerade jetzt Sicherheit, und die Vorhaben der EU, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, stärken uns alle."

"Österreich und seine Unternehmen - und damit auch seine Beschäftigten - haben vom größeren Markt Europa und insbesondere durch die Erweiterung der EU eindeutig profitiert", so Sorger weiter. "Dazu haben ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen gleichermaßen beigetragen - beide sind wesentlich für den Erfolg verantwortlich. Die einen hätten es ohne die anderen nicht geschafft", meint Foglar. Gerade jetzt, in Zeiten einer weltweit äußerst angespannten wirtschaftlichen Situation, sind das Bekenntnis zur nationalen und internationalen Zusammenarbeit, zur europäischen Integration und zum Euro als Voraussetzungen für künftige ökonomische Stabilität sowie die Bewältigung der Probleme wichtig.

Zahlreiche Stimmen für Europa

Am 7. Juni 2009 finden in Österreich die Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) statt, die einzige direkt gewählte Vertretung der EU-BürgerInnen auf EU-Ebene. Ein starkes EU-Parlament garantiert, dass die Stimmen der BürgerInnen in Europa noch mehr Gewicht bekommen. Sorger und Foglar betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen und einer hohen Wahlbeteiligung. "Je mehr Menschen ihre Stimme abgeben, desto deutlicher wird gezeigt, dass sich die Menschen in Europa vom Europäischen Parlament vertreten fühlen. Gemeinsam wollen wir möglichst viele wahlberechtigte BürgerInnen dazu bewegen, ihre Stimme für ein starkes, demokratisches Europa abzugeben", so Sorger und Foglar.

Mitbestimmen ist gefragt

Viele ÖsterreicherInnen finden sich in der EU nicht gut vertreten und fühlen sich von den Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, überfahren. Und nicht alles, was in der EU beschlossen wird, stößt auf Zustimmung bei der österreichischen Bevölkerung. Angesichts der positiven Auswirkungen Europas müsse man diesem Paradoxon klar entgegentreten, betonte der IV-Präsident. "Dazu muss sich Österreich aktiv einbringen und an diesen Verbesserungen mitwirken. Die Österreicherinnen und Österreicher können einen Beitrag dazu leisten, dass die EU transparenter wird", so Sorger. "Eine rege Teilnahme bei den EU-Wahlen am 7. Juni 2009 wäre ein deutliches Signal und ein großer Schritt in diese Richtung. Wir wissen, dass der Weg der europäischen Integration nicht einfach ist. Wir wissen aber auch, dass Österreich gerade und vor allem jetzt die EU braucht", so Foglar abschließend.

Die Initiative

"Unser Arbeitsplatz ist Europa" konzentriert sich auf interaktive Kommunikation mit den MitarbeiterInnen in den Betrieben aus Industrie, Kreativwirtschaft und industrienahen Dienstleistungen -mehr als 500.000 Menschen in ganz Österreich sollen erreicht werden. Dabei setzt die Initiative auf klassische Instrumente wie Folder, give-aways und Testimonials in Mitarbeitermedien. Des Weiteren wird eine spezielle Mitarbeiterzeitung ("Kurz&Klar") produziert. Ein besonderer Schwerpunkt wird mit der Website www.arbeitineuropa.at auf der Kommunikation im Web liegen. Hier sind gemeinsame Video-Statements von Betriebsräten und Unternehmensvertretern kostenlos downloadbar. ÖGB und IV werden das Thema "Europa" bis zur Wahl am 7. Juni 2009 auf nationaler und regionaler Ebene in ihrer Medienarbeit gemeinsam prominent besetzen und kommunizieren.

Webhinweis:
www.arbeitineuropa.at

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB:
Nani Kauer MA
Pressesprecherin des ÖGB Präsidenten Erich Foglar
Tel.: +43 1 534 44 240
nani.kauer@oegb.at

Industriellenvereinigung:
Mag. Christoph Neumayer
Bereichsleiter Marketing & Kommunikation
Tel.: +43 1 71135-2300
c.neumayer@iv-net.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUP0001