NEWS: Gerd Honsik droht weitere Anklage wegen Verdacht der Wiederbetätigung

Teile der Anklage für Prozess am 20. April noch nicht rechtskräftig

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe über den am 20. April beginnenden Prozess gegen den prominenten Holocaust-Leugner Gerd Honsik.

Die Staatsanwaltschaft Wien wirft dem 67-Jährigen vor, von 1987 bis 2003 nationalsozialistisches Gedankengut verbreiten zu haben. Konkret geht es um 23 Ausgaben der Zeitschrift "Halt" und die beiden Bücher "Schelm & Scheusal" (1993) und "Der Juden III. Reich?" (2003).

Ursprünglich sollten auch Honsiks Publikationen im Internet und eine weitere Ausgabe von "Halt" Gegenstand des Prozesses sein. Diese Anklagepunkte sind aber noch nicht rechtskräftig, sie könnten später in einem neuen Prozess verhandelt werden.

Laut Anklageschrift fordert Honsik "die Wahrheit über Auschwitz, also über die Gaskammernlüge" und schreibt vom "Gaskammer-Betrug von Mauthausen", den die Alliierten erfunden hätten. Honsik warf zudem die Frage auf, was mit den Entschädigungsgeldern passiert sei, wenn es - so Honsik - den Massenmord an den Juden im 2. Weltkrieg nicht gegeben habe: "Ist der Holocaust der größte Finanzbetrug aller Zeiten?"

Honsiks Verteidiger Herbert Schaller wird im Geschworenenprozess auf Freispruch plädieren. Schaller: "Leugnen heißt, absichtlich die Unwahrheit zu sagen". Das Gericht müsse daher nachweisen, dass es Gaskammern gegeben habe und Honsik dies auch wisse. Schaller: "Das kann kein Gericht der Welt."

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