Grüne Wien/Vana: Equal Pay in Wien noch in weiter Ferne

"Stadt Wien muss endlich seine Hausaufgaben machen"

Wien (OTS) - "Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern gibt es im Wiener Magistrat nur am Papier", kritisiert Monika Vana, Stadträtin und Frauensprecherin der Grünen Wien, anlässlich des morgigen Equal Pay Day. Frauen verdienen im Magistrat um 21 Prozent weniger als Männer. In Vollzeitäquivalenten ausgedrückt beträgt der Einkommensnachteil von Frauen immer noch 15 Prozent. Vana: "Im Wiener Magistrat ist Equal Pay noch in weiter Ferne. Die SPÖ-Stadtregierung muss endlich ihre Hausaufgaben machen und das Wiener Gleichbehandlungsgesetz offensiv umsetzen. Von Lippenbekenntnissen a la SPÖ füllen sich die Portemonnaies von Frauen nicht."

Die Ursachen für den Einkommensunterschied im Magistrat sieht Vana strukturell bedingt. Traditionell ist frauendominierter Arbeit schlechter bezahlt. Frauen werden seltener befördert, Spitzenpositionen werden in erster Linie mit Männern besetzt, während Elternkarenz berufliche zu Lasten von Frauen geht. "Um das Prinzip gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit umzusetzen, soll eine analytische Arbeitsplatzbewertung im gesamten Magistrat durchgeführt werden", fordert Vana. Dass derart konsequente und effektive Maßnahmen von der SPÖ-Stadtregierung abgelehnt werden, ist für Vana Beleg für die Unglaubwürdigkeit in Sachen Gleichstellung.

Die Wiener Grünen fordern ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Schließung der Einkommensschere in Wien. Dazu gehören offensive Frauenförderpläne im Magistrat, Transparenz bei Einkommen und Zulagen, die Erhöhung des Frauenanteils ins Spitzenpositionen sowie bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Alle Unternehmen der Stadt sollen außerdem Gleichbehandlungsbilanzen vorlegen.

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